Ungewöhnliche Lese-Orte Dissener Grundschüler unterwegs mit dem Buch

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In der Friedhofskapelle Dissen griff Rainer Exner beim Vorlesetag für die drei ausgewählten Klassen der Grundschule zum Buch. Foto: Petra RopersIn der Friedhofskapelle Dissen griff Rainer Exner beim Vorlesetag für die drei ausgewählten Klassen der Grundschule zum Buch. Foto: Petra Ropers

Dissen. Friedhofskapelle, KuK-Haus und Heimathaus in Dissen verwandelten sich für drei Klassen der Dissener Grundschule zum Internationalen Vorlesetag in Schauplätze spannender Abenteuer.

Drei vierte Klassen der Grundschule folgten am Freitag der gemeinsamen Einladung des Jugendtreffs „fifty-one“ und der Stadtbücherei zu ungewöhnlichen Lese-Orten. Der Rundgang mit Buch hat in Dissen gute Tradition. „Das soll eine kleine Belohnung für die Klassen sein, die am eifrigsten in die Stadtbücherei kommen“, erklärte Michaela Vaak vom Jugendtreff. Immer neue, ungewöhnliche Lese-Orte sorgen für den besonderen Reiz.

Schüler kannten das Ziel nicht

„Wo gehen wir hin?“ Bei der Wanderung durch Dissen schossen die Spekulationen in den Reihen der Klasse 4b wild ins Kraut. Bücherei? „Zu einfach!“ Friseur? Vorbei gelaufen! Das streng gehütete Geheimnis enthüllte sich schließlich in der Schützenstraße. Denn zum ersten Mal öffneten sich zum Vorlesetag auch die Pforten der Friedhofskapelle. Dort wartete Rainer Exner bereits darauf, für die jungen Leseratten zum Buch zu greifen.

Im KuK-Haus sorgte Wolfgang Ilgner für Spaß und Spannung. Im Heimathaus bereicherte Rosemarie Rieke das Lesevergnügen noch um interessante Geschichten aus Dissens Historie. Von Station zu Station trugen die Klassen ihre Bücher, die von den Vorlesern immer ein Stückchen weitergelesen wurden. 

Spaß und Spuk

Eine spaßige Detektivgeschichte stand für die 4b mit „Die unglaublichen Untaten des Bermudadreiecks“ von Kari Ehrhardt auf dem Leseplan. Darin hat Lennard eigentlich gar nicht vor, mit zehn Jahren schon Verbrecherboss zu werden. Doch als sein kleiner Bruder ein Detektivbüro eröffnet, ist klar: Ein spektakuläres Verbrechen muss her. Gruselspaß mit den „Finstersteins“ von Kai Lüftner hielt die Parallelklasse in Atem. Dass Fred eine Reihe spukiger Steinskulpturen zum Leben erweckt, ist eigentlich ein Versehen. Doch damit beginnt ein herrlich schräges Abenteuer.

Gruselig ist „Eddi, der grottigste Vampir der Welt“ von Anna Wilson ganz und gar nicht. Er möchte am liebsten ein Mensch sein. Und dafür schleicht er sich sogar heimlich in die Schule. Doch es ist gar nicht so leicht, sich unerkannt unter die Schüler zu mischen, wenn eine Fledermaus als geflügelte Quasselstrippe ständig dazwischenfunkt. Und wer nach vier Lesestationen beim Vorlesetag auf den Geschmack gekommen ist, der kann sich natürlich alle Bücher in der Stadtbücherei zum Selber- und Weiterlesen ausleihen. 


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