Was von der Laga stehenbleibt Skulpturen auf dem Weg in „ihre“ Südkreis-Gemeinden

Heile verfrachtet: Die Skulptur des Künstlers Jörg Spätig ist am Dienstag vom Laga-Gelände in den Homann-Park nach Dissen gebracht worden. Mit dabei waren (von links): Christof Kombrink, Stadt Dissen, Bürgermeister Hartmut Nümann, Klaus-Dieter Weitzel, Vorsitzender des KuK SOL e.V., Künstler Jörg Spätig, Vera Sprengkamp, stellvertretende Vorsitzende des KuK SOL e.V., Marc Oelze und Dirk Steinkämper vom Bauhof der Stadt Dissen, sowie Hendrik Kettler, Regionalmanager südliches Osnabrücker Land. Foto: Carolin HlawatschHeile verfrachtet: Die Skulptur des Künstlers Jörg Spätig ist am Dienstag vom Laga-Gelände in den Homann-Park nach Dissen gebracht worden. Mit dabei waren (von links): Christof Kombrink, Stadt Dissen, Bürgermeister Hartmut Nümann, Klaus-Dieter Weitzel, Vorsitzender des KuK SOL e.V., Künstler Jörg Spätig, Vera Sprengkamp, stellvertretende Vorsitzende des KuK SOL e.V., Marc Oelze und Dirk Steinkämper vom Bauhof der Stadt Dissen, sowie Hendrik Kettler, Regionalmanager südliches Osnabrücker Land. Foto: Carolin Hlawatsch

Dissen Dieser Umzug war etwas Schwergewichtiger: Von der „Lichtung der Bildhauer“ auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände in Bad Iburg wurde jetzt ein Kunstwerk in den Homann-Park nach Dissen versetzt. Die Skulptur zeigt ein altes Handwerksgerät.

Erschaffen wurde das Werk vom Borgholzhausener Künstler Jörg Spätig. Als einer von insgesamt sieben kreativen Köpfen war er Teil des Laga-Projekts „Lichtung der Bildhauer“, das vom Verein Kunst und Kultur KuK SOL und den Städten und Gemeinden der ILE-Region Südliches Osnabrücker Land ins Leben gerufen wurde.

Immer zwei Wochen waren die Künstler im Wechsel auf der Lichtung im Bad Iburger Waldkurpark aktiv. Interessierte konnten ihnen bei ihrem Schaffensprozess über die Schulter schauen.

Entstanden sind Skulpturen in Anlehnung an jeweils eine der Osnabrücker Südkreis-Gemeinden Dissen, Bad Rothenfelde, Bad Iburg, Bad Laer, Hilter und Glandorf, wo sie nach Ablauf der Laga als Kunst im öffentlichen Raum nun einen festen Platz finden.

Ursprünglich angedacht für Jörg Spätigs kreative Phase auf der Lichtung der Bildhauer war der Zeitraum 6. bis 20. August. Doch aufgrund des heißen, trockenen Sommers und der damit einhergehenden Waldbrandgefahr musste er erste Arbeitsschritte, bei denen geschweißt und geflext wurde, in seinem Atelier vollziehen, bevor er ab dem 14. August auf der Laga die Metall-Skulptur vollendete.

Industriestandort

Mit Bezug auf den Industriestandort Dissen, wo es unter anderem eine namhafte Gewürzverarbeitungs-Firma gibt, zeigt Spätigs Skulptur Mörser und Stößel. Sie stelle sie eine Verbindung zwischen Kunst, Handwerk und Industrie dar.

Jetzt wurde die drei mal drei Meter große und zirka 300 Kilogramm schwere Skulptur im Homann-Park von Mitarbeitern des Dissener Bauhhofs mit einem Radlader auf einem Betonsockel gesetzt. Bürgermeister Hartmut Nümann dankte Jörg Spätig sowie dem KuK-Vorsitzenden Klaus-Dieter Weitzel für die Projektidee.

Währenddessen wurden auch die anderen Skulpturen nach und nach aus Bad Iburg abgeholt und in die jeweilige Gemeinde befördert. Nur das Ahorn-Blatt-Kunstwerk von Axel Buschmann trat keine Reise an, steht es doch Pate für Bad Iburg mit dem Ahorn-Weg und befindet sich somit im Teich am Bad Iburger Waldkurpark bereits am passenden Fleck.

Ist die „Lichtung der Bildhauer“ nun zwar ihrer Skulpturen entledigt, soll sie dennoch als kreativer und gemeinschaftsfördernder Treffpunkt unter dem, inzwischen vielen Leuten bekannten Sonnensegel, bestehen bleiben.

Viele Ideen

„Es gibt zahlreiche Ideen. So könnte sie für die Ferienspiele 2019 genutzt werden, für Märchenstunden im Wald oder gar als ausgefallener Ort für eine Vorstandssitzung“, schwärmt Vera Sprengkamp, stellvertretende Vorsitzende des KuK SOL.

Rückblickend seien auf der Lichtung der Bildhauer viele Kontakte und Freundschaften entstanden und das Projekt habe zum Zusammenwachsen der Gemeinden beigetragen. Bei der Mitgliederausstellung des KuK SOL am 16. November ab 19 Uhr im KuK-Haus in Dissen werden voraussichtlich alle beteiligten Künstler noch einmal zusammentreffen.


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