Baumpflanzaktionen für mehr Naturflächen „Verein für eine lebenswerte Umwelt e.V.“ ist Kandidat beim TEN-Wettbewerb

Apfelbäume und Bienenkästen prägen dank des Engagements des Vereins für eine lebenswerte Umwelt e.V.“ das Bild einer Wiese an der Dahauser Straße in Dissen. Vereinssprecher Janosch Kisch betont die Wichtigkeit solcher Ausgleichsflächen für die Natur. Foto: Carolin HlawatschApfelbäume und Bienenkästen prägen dank des Engagements des Vereins für eine lebenswerte Umwelt e.V.“ das Bild einer Wiese an der Dahauser Straße in Dissen. Vereinssprecher Janosch Kisch betont die Wichtigkeit solcher Ausgleichsflächen für die Natur. Foto: Carolin Hlawatsch

Dissen. Mit Pflanzaktionen von Obst- und Laubbäumen in Dissen, sowie in Versmold und Borgholzhausen möchte der „Verein für eine lebenswerte Umwelt e.V.“ ein Zeichen setzen gegen voranschreitende Versiegelung von Flächen durch Bebauung und Industrie und somit den Verlust von Lebensräumen für Insekten und Vögel. Mit diesem Projekt bewirbt er sich beim Umwelt-Wettbewerb der Teutoburger Energie Netzwerks eG (TEN).

„Eine lebenswerte Umwelt ist für den Menschen zu einer Überlebensfrage geworden“, so der vor zehn Jahren gegründete und überregional tätige Verein. Seine 55 Mitglieder setzen sich in Dissen, Bad Rothenfelde, Bad Laer, sowie auch im nordrhein-westfälischen Versmold aktiv für den Umweltschutz ein. Zusammengefunden haben sich die Mitglieder aus dem Protest gegen Braunkohleverbrennung im Kraftwerk Dissen-Aschen. „Die Braunkohleverbrennung ist zur Zeit das größte Hindernis bei der Erreichung der notwendigen Klimaschutzziele“, sagt Lehrer und Vereinssprecher Janosch Kisch aus Dissen. Zusammen mit seinen Mitstreitern setzt er sich für regenerative Energien ein und veranstaltet regelmäßig drei bis vier mal im Jahr Info-Abende zu Themen wie Photovoltaik oder Elektromobilität.

Kleinklima

Aber auch das Kleinklima in der Region hat der Verein im Blick und startete so im März 2016 Baumpflanzaktionen an der Dahauser Straße in Dissen, im Kindergarten in Versmold-Bockhorst und am Schützenhaus in Borgholzhausens Ortsteil Westbarthausen. In Dissen besteht die Bepflanzung aus ausschließlich alten Apfelsorten. Die Früchte werden von den Vereinsmitgliedern gesammelt und in Kooperation mit dem BUND zur Apfelsaft-Presse gegeben. „Die Obstbaum-Wiesen oder auch der Laubbaum-Bereich am Schützenhaus Westbarthausen, stellen einen Ausgleich zu den vielen bebauten Flächen dar. Hier finden Insekten noch Nahrung und Unterschlupf“, erklärt Janosch Kisch. Ohne die Kleinstlebewesen gäbe es keine Bestäuber der Blüten und somit auch keine Früchte mehr. 


Um die Insekten zusätzlich zu unterstützen baute der Verein in diesem Jahr elf Insektenhotels. Fünf der Hotels wurden für eine Spende an den Verein an interessierte Bürger abgegeben. Auf der Apfelbaum-Wiese an der Dahauser Straße in Dissen stellte der Verein zusammen mit Imker Reiner Exner Honigbienenkästen auf. Für diesen Herbst sind weitere Baumpflanzungen geplant. Neben der Bezahlung und Anpflanzung übernimmt der „Verein für eine lebenswerte Umwelt e.V.“ auch die Patenschaft für die Bäume. Sie werden in regelmäßigen Abständen kontrolliert, gehegt und gepflegt. 


TEN-Umwelt-Wettbewerb

Die Teutoburger Energie Netzwerk eG (TEN) bietet seit Januar 2018 ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen an. Für jede verbrauchte Kilowattstunde wird ein gewisser Beitrag in einen Fördertopf eingezahlt, aus dem regionale Umweltprojekte unterstützt werden. Im Rahmen eines Wettbewerbs eifern nun fünf ausgesuchte Projekte um die Förderpreise. Die drei Aktionen mit den meisten Stimmen erhalten jeweils 3000 Euro. Abgestimmt werden kann bis zum 30. November auf www.ten-eg.de/privatkunden/strom/oekostrom-re/abstimmung.

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