Rekord bei Besichtigungstour Großes Interesse am Frommenhof und der Dissener Kläranlage

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In eine ungewöhnliche Aussichtsplattform verwandelte sich für die Bürger und die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes der Faulturm der Dissener Kläranlage. Foto: Petra RopersIn eine ungewöhnliche Aussichtsplattform verwandelte sich für die Bürger und die Mitglieder des CDU-Stadtverbandes der Faulturm der Dissener Kläranlage. Foto: Petra Ropers

Dissen. Über einen Besucherrekord freute sich der CDU-Stadtverband Dissen bei seiner diesjährigen Einladung zur Firmenbesichtigung.

Einmal im Jahr öffnen sich auf Initiative von Stadtverband und Fraktion Dissener Betriebe, um interessierten Bürgern einen Blick hinter ihre Türen und Tore zu gewähren. „Wir möchten zeigen, wie leistungsstark die Unternehmen vor Ort sind“, begründete die Fraktionsvorsitzende Stefanie Hörning die bereits seit langem etablierte Veranstaltungsreihe.

Und die Resonanz ist gut: Rund 70 Anmeldungen verzeichneten die Organisatoren zum zweiteiligen Programm am Mittwoch: „Das ist neuer Rekord“, freute sich Hörning. Auf großes Interesse stieß vor allem die Besichtigung des Frommenhofes. Bauherr Burkhard Reckmann führte die Besucher über das Gelände, auf dem die Sanierungsarbeiten deutlich voran geschritten sind. Beim großen Stadtbrand zerstört und 1832 wieder neu errichtet, erfuhr der als niederdeutsches Hallenhaus errichtete Hof in den 1920er Jahren eine Wandlung: Der einstige Bauernhof erhielt das Flair einer edlen Stadtvilla.

Auf großes Interesse stieß das Angebot zur Besichtigung der Sanierungsarbeiten auf dem Frommenhof. Fotos: Petra Ropers


Beides ist schon jetzt vor Abschluss der Sanierungsarbeiten wieder erkennbar. Denn die lange Zeit unter Putz und Farbe verschwundenen Fachwerkbalken verbinden sich mit dem villenartigen Erkervorbau zu einem harmonischen Gesamtbild. Während im Innern die Ausbauarbeiten auf Hochtouren laufen, hat auf der Gebäuderückseite bereits die Sanierung der gleichfalls von 1832 stammenden Scheune begonnen. Zwei Neubauten folgen noch, die nach Aussage des Bauherrn jedoch so konzipiert sind, dass sie dem eindrucksvollen Hauptgebäude nicht die Schau stehlen.

Gebäudetechnik auf modernstem Stand

Dessen langer Geschichte fühlte sich der Bauherr allerdings nur in der Optik verpflichtet. Hinsichtlich der Wärmedämmung und Technik ist das neue, alte Gebäude nun auf modernstem Stand. Hightech ganz anderer Art stand im Mittelpunkt des zweiten Punktes auf der Agenda des Nachmittags: Die Firma e4 Umwelt & Service GmbH gewährte d einen Blick hinter die Tore der von ihr betriebenen Kläranlage. In die komplexe Theorie der Abwasserklärung führte Geschäftsführer Joachim Saggel ein. 

Mit Matthias Klement, Leiter der Kläranlage, nahmen die Besucher dann die Technik selbst in Augenschein. Und die hält in der nach Osnabrück-Stadt zweitgrößten Kläranlage des Landkreises einige Besonderheiten bereit. Denn die Anlage betreibt nicht nur eine Klärgas- und eine Biogasanlage, die zusammen rund 11 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Als eine von nur zwei Kläranlage im gesamten Landkreis – neben Georgsmarienhütte – verfügt die Dissener Anlage seit dem vergangenen Jahr auch über eine Trocknung.  

Der beim Klärprozess anfallende Klärschlamm wird auf dem Bandtrockner zu einem brennfähigen Feststoff getrocknet, der dann an ein Kohlekraftwerk abgegeben wird. Und e4 will auch weiterhin in die Zukunft investieren. Für die Besucher ging die fast einstündige Besichtigung viel zu schnell vorbei: „Wir hätten noch so viele Fragen gehabt.“


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