Piktogramme gegen Müll und Krach Rat Dissen beschließt Nutzungsänderung für Schulgelände

Meine Nachrichten

Um das Thema Dissen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Neu angebrachte Schilder mit Piktogrammen sollen über die Nutzung des Geländes am Schulzentrum informieren. In letzter Zeit hat es wieder gehäuft Klagen über die dortige Situation gegeben. Foto: Horst TroizaNeu angebrachte Schilder mit Piktogrammen sollen über die Nutzung des Geländes am Schulzentrum informieren. In letzter Zeit hat es wieder gehäuft Klagen über die dortige Situation gegeben. Foto: Horst Troiza

Dissen. Der Zustand der Außenanlagen am Schulzentrum Dissen macht der Politik und der Verwaltung nicht zum ersten Mal Ärger. Neu angebrachte Schilder mit Piktogrammen sollen Benutzer über die Nutzungsordnung informieren.

Es hagelt bereits wieder Klagen über die Situation am Schulzentrum. Der Schulhof und die Sportplatzbereiche sind häufig vermüllt, Glasscherben liegen herum, Autos machen Krach, laute Musik und anderer Lärm beeinträchtigen die Nachbarschaft und Passanten. Besonders der „schwarze Platz“ an der Sporthalle ist ein Hotspot von Ruhestörungen und anderen Ordnungswidrigkeiten. Um klarzustellen, was erlaubt und was dort verboten ist, hat die Stadt Schilder mit erläuternden Piktogrammen angebracht. 

Exzesse verhindern

Im Rat ist in diesem Zuge eine Nutzungsänderung für das Gelände beschlossen worden. Deren wichtigster Punkt ist die des Aufenthalts dort, der von 22 auf 21 Uhr verkürzt wird. „Schulen und Pausenhöfe sind Gemeinbereiche, die allen zugänglich sind, aber auch geschützt werden müssen“, erklärte Bauamtsleiter Heinrich Kocks dazu.

„Niemand will Jugendlichen oder Erwachsenen die Freizeit vermiesen. Aber wir müssen allen klar machen, dass es so nicht weitergeht. Der schwarze Platz hat immer zum Einzugsbereich des Schulzentrums gehört, da haben tagsüber die Pausenaufsichten ein Auge drauf geworfen. Auch außerhalb dieser Zeit muss bei Exzessen eingegriffen werden“, lautete die Position von Maren Öynhausen (UWG). Sie wollte, dass dieses Thema auch noch einmal im Schulausschuss behandelt werden.

Stefanie Hörning (CDU) machte deutlich, das Gelände sei wichtig für die Knüpfung sozialer Kontakte. „Die Schilder und Piktogramme zeigen, was hier möglich ist“. An die bei der Ratssitzung anwesenden Bürger appellierte sie, Benutzer darauf anzusprechen, wenn diese sich nicht an die Regeln hielten. Mehr aus Dissen lesen Sie hier.

Öffentlicher Raum

Derk van Berkum (SPD) monierte, die Schilder zeigten nur, was verboten sei, sollten vielleicht besser zeigen, was erlaubt ist. Er wies darauf hin, der Bereich werde auch von anderen als nur Krawallmachern genutzt. „Was ist zum Beispiel mit Sportlern, die nach dem Training vor dem Nachhauseweg mit den Teamkollegen noch eine Flasche Bier trinken“, fragte er. Er plädierte dafür, den gesamten Bereich als öffentlichen Raum zu klassifizieren, den „schwarzen Platz“ aber herauszunehmen. Auch er war dafür, das Thema noch einmal im Schulausschuss zu diskutieren. 

Dem Vorschlag schloss sich Wilhelm Meyer zu Erpen (Grüne) an. Auch er wandte sich an die Zuschauer. „Wir müssen hier nicht alles hinnehmen. Jeder kann auch selbst einmal mit denen reden, die sich danebenbenehmen. Sich allein auf die Wirkung der Piktogramme zu verlassen wird nicht reichen“, sagte er.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN