Kortejohann im KuK-Haus Dissen Erste Ausstellung mit Werken des „Malers vom Heidland“

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Freuen sich auf die erste Ausstellung mit Werken von Franz Kortejohann im KuK-Haus: Inge Herde, Klaus-Dieter Weitzel und Jürgen Hellweger vom KuK SOL mit Sammler Fritz Niemann. Foto: Petra RopersFreuen sich auf die erste Ausstellung mit Werken von Franz Kortejohann im KuK-Haus: Inge Herde, Klaus-Dieter Weitzel und Jürgen Hellweger vom KuK SOL mit Sammler Fritz Niemann. Foto: Petra Ropers

Dissen. Werke des 1864 geborenen Malers Franz Kortejohann werden ab Freitag, 12. Oktober, im Dissener KuK-Haus ausgestellt.

Zum ersten Mal zeigt der Kunst- und Kulturverein Südliches Osnabrücker Land (KuK SOL) eine Auswahl von über 30 Gemälden des Künstlers. Franz Kortejohann absolvierte in Berlin eine Ausbildung zum Kunsterzieher und kehrte danach zurück ins Osnabrücker Land. Sein reiches Schaffen geriet nach seinem Tod nahezu in Vergessenheit. Vor zwei Jahren startete deshalb initiiert durch Nachfahren der Familie des Malers und in Trägerschaft des KuK SOL ein Projekt, das zum ersten Mal das künstlerische Schaffen Kortejohanns dokumentiert und aufarbeitet.

Über 80 Bilder erfasste der Kunsthistoriker Karsten Hinrichs bereits in der ersten Projektphase, die mit der lang erwarteten Ausstellung nun offiziell abgeschlossen ist. Das dabei entstandene Werkverzeichnis ist allerdings längst noch nicht vollständig. Denn viele weitere Bilder, die im Zuge intensiver Recherchen und zahlreicher Aufrufe zutage traten, warten noch darauf, mit Foto, Titel und Beschreibung erfasst zu werden.

"Rätselbilder" in der Ausstellung

Nicht immer ist klar, wo der „Maler vom Heidland“ jeweils den Pinsel geführt hat. Auch mehrere Bilder in der Ausstellung geben den Verantwortlichen noch Rätsel auf – darunter Ansichten eines bislang unbekannten Hofes und einer gleichfalls nicht identifizierten Kirche. Noch größere Lücken klaffen im Lebenslauf des Künstlers. Fest steht, dass Franz Kortejohann diverse Reisen unternahm. Davon zeugen unter anderem Landschaften aus Italien, von der Ostsee oder von Capri. Was genau er dort jeweils tat, bleibt – noch? – ein Geheimnis.

Seine zahlreichen Reisen bereicherten Franz Kortejohanns künstlerisches Schaffen. Seine häufigsten Motive aber blieben Wald- und Heidelandschaften. Sie stehen deshalb auch im Zentrum der ersten Ausstellung. Daneben zeugen einzelne Küstenlandschaften und Interieurs von der Vielseitigkeit seiner Malerei. Dabei beschränkt sich die Ausstellung jedoch nicht auf die Gemälde Kortejohanns. Vielmehr vermitteln Entwürfe und Zeichnungen einen Einblick in das Entstehen seiner Kunst.

Eine Einführung in das Leben und Werk des Malers gibt zur Ausstellungseröffnung am Freitag, 12. Oktober, um 19 Uhr der Kunsthistoriker Karsten Hinrichs. Bis Sonntag, 11. November, ist die Ausstellung dann jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr im KuK-Haus zu sehen. Für interessierte Gruppen können mit dem KuK SOL jedoch Sonderöffnungstermine vereinbart werden unter Telefon 0173/1686847 oder per Mail an franz.kortejohann@gmx.de.


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