Frommenhof kurz vor Fertigstellung Dissen freut sich über restaurierten Frommenhof

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Zusammen mit den Bauherren Reckmann durften die Mitglieder des Frommenhof-Vereins einen Blick in das bereits fast fertige Hauptgebäude und die noch unfertige Scheune nebenann werfen. Das war für alle sehr beeindruckend.Zusammen mit den Bauherren Reckmann durften die Mitglieder des Frommenhof-Vereins einen Blick in das bereits fast fertige Hauptgebäude und die noch unfertige Scheune nebenann werfen. Das war für alle sehr beeindruckend.

Dissen. Jahrelang kämpfte der Frommenhof-Verein dafür, dass das historische Gebäude-Ensemble im Herzen Dissens zu neuem Leben erwacht.

Fast 15 Jahre mussten die Dissener zusehen, wie der Frommenhof, mitten im Herzen des Ortes langsam zu einer Ruine wurde. Um 1830 war der Bauernhof nach dem großen Brand in Dissen wieder aufgebaut worden, und über Jahrhunderte war das Bauernhaus und die dahinter liegende Scheune das Zuhause für viele Dissener Familien. Das historische Gebäude hatte es nicht verdient, so vernachlässigt zu werden. Nachbarn wie Rosemarie Austmeyer konnten den Anblick nur schwer ertragen: "Das war nicht schön zu beobachten, wie das Haus verfiel." Umso glücklicher sind sie und die Mitglieder des Frommenhof-Vereins, dass sich ihr gemeinsamer Einsatz für den Erhalt der historischen Gebäude gelohnt hat.

Blick ins Haus

Jetzt erhielten Vereinsvorsitzende Petra Weitzel und ihre zahlreichen Mitstreiter die Gelegenheit, noch vor der endgültigen Fertigstellung einen Blick in das restaurierte Gebäude zu werfen. Die Familie Reckmann, vertreten durch Vater Burkhard und Sohn Jan, führte die Vereinsmitglieder durch das Hauptgebäude und erklärte, wie die zukünftige Nutzung aussehen wird. Für Christiane Brönstrup, die hier erst mit ihren Eltern und später Ende der Sechziger Jahre als junges Ehepaar mit ihrem Mann gewohnt hat, war beeindruckt von dem, was die neuen Besitzer aus dem Gebäude gemacht haben. "Ich freue mich, dass sich jemand für den Frommenhof so eingesetzt hat", so die Dissenerin. "Es ist  zwar jetzt alles etwas anders, aber ich erkenne noch vieles wieder." 

Auch Bürgermeister Hartmut Nümann ist dankbar dafür, dass der Verein nie locker gelassen hat, damit hier nicht einfach abgerissen und irgendein seelenloser Supermarktbau entstanden ist: "Wir haben lange gesucht und sind sehr froh, dass wir die erfahrenen Bauunternehmer Reckmann gefunden haben." Durch die Erfahrung mit der Restaurierung historischer Gebäude gab es auch keinerlei Probleme mit dem Denkmalschutz, denn die Handwerker Jan und Lasse Reckmann, unterstützt vom Vater Burkhard, wussten genau, was zu tun war, um den historischen Charakter des Hauses zu erhalten und es trotzdem fit zu machen für die Erfordernisse der modernen Zeit. Während im Obergeschoss des Hauptgebäudes zwei großzügige Wohnungen entstanden, soll das Erdgeschoss gewerblich genutzt werden. Ebenso wird auch die benachbarte Scheune, die sich noch als Fachwerkgerippe präsentiert, sowohl als Wohnraum wie auch gewerblich genutzt. 

Lebendiger Platz

Die Vereinsmitglieder zeigten sich sichtlich beeindruckt von dem "neuen alten" Frommenhof. Einige konnten sich gut vorstellen, hier zu wohnen und zu arbeiten, denn auch die Anlage ums Haus herum zeigt bereits, wie schön das werden wird. Für die Reckmanns ist es wichtig, dass der Frommenhof wieder ein lebendiger Platz wird, der das Leben in Dissen mitprägt. Und wenn dann alles fertig ist, wird die letzte Sitzung des Frommenhof-Vereins stattfinden, die dann nach erledigtem Auftrag den Schlusspunkt setzen soll für den Verein, so Petra Weitzel.


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