„Floyd Reloaded“ Grandioses Spektakel beim Stadtfest Dissen Skurril

Von Rolf Habben

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Beeindruckten mit gekonntem Spiel ihrer Vorbilder auf dem Rathausplatz in Dissen bis in die Mitternacht, die Band „Floyd Reloaded“aus Frankfurt. Foto: Rolf HabbenBeeindruckten mit gekonntem Spiel ihrer Vorbilder auf dem Rathausplatz in Dissen bis in die Mitternacht, die Band „Floyd Reloaded“aus Frankfurt. Foto: Rolf Habben

Dissen. Ein Stück Rockgeschichte wurde mit „Floyd Reloaded“ als Headliner des Stadtfestes Dissen Skurril auf dem Rathausplatz wieder lebendig.

Die Formation um den Bandgründer und Leadgitarristen Philip Michael Klenz, mit Thorsten „Q“ am Keyboard, Achim Jankowski am Saxophon, Chris Umbach am Bass, Christian Kaussfeld am Schlagzeug, dem Briten Colin Dodsworth, Gitarre und Gesang sowie mit Vokalistin Margit Garbrecht, kam nach 2012 bereits zum zweiten Mal nach Dissen. Damals vor mehr als tausend Besuchern, wie es von der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe (IHG) als Ausrichter des Stadtfestes heißt.

Studionähe auf dem Rathausplatz?

Es bedarf schon einer Menge Mut und Selbstvertrauen, in die Fußstapfen derartiger Giganten treten zu wollen, wie es die legendären Pink Floyd waren, deren Musik große stilistische Vielfalt kennzeichnet, musikalische Perfektionisten stets mit dem Anspruch in ihren Live-Auftritten, möglichst studionah ihre Songs zu inszenieren. Die oftmals in epischer Breite angelegten Songs ihrer Originale mit ausgedehnten instrumentalen Parts, Soundeffekten, Lasershow sowie Licht- und Videotechnik ließen sich in der örtlichen Begrenztheit des Rathausplatzes und der Bühne nur bedingt umsetzen.

Gigantomanische Vorbilder

Das machte „Floyd Reloaded“ in Dissen aber dennoch sehr gekonnt. Dafür mussten die Macher des Stadtfestes eigens eine größere Bühne vor dem Rathaus installieren. Mit geringerem technischen Aufwand als ihre gigantomanischen Vorbilder und einer Laser-Show mit gebremsten Schaum sowie abgespeckter Unterstützung durch Background-Chöre und Gastmusiker orchestralen Ausmaßes, verbreitete die siebenköpfige Band aus Frankfurt gleichwohl den nicht unbedingt zu erwartenden voluminösen Sound ihrer Vorbilder am Fuße des Teutoburger Waldes.

Angemessenes Tribut

Hervorheben möchte man von den Musikern eigentlich niemanden, von Klenz´ dominantem Spiel an seinen diversen Gitarren lebte jedoch unüberhörbar über weite Strecken das Konzert. Bis weit nach Mitternacht zollte „Floyd Reloaded“ ihren Ikonen von der Insel als die Architekten ebenso gewaltiger wie magischer Klanggebäude ihren angemessenen Tribut. Mit Klassikern der Rock- und Popgeschichte wie „Shine on you crazy diamond“ über „Another brick in the wall“ bis hin zum „Comfortably numb“ zum Finale, hatte das Septett einen stimmungsvollen und grandios gespielten Klangteppich gelegt, immer auch mit Blick auf Detailtreue ihrer Idole. Nicht von ungefähr gewann die Truppe den renommierten „Radio Regenbogen Award“ für die beste Show, die sie auch in Dissen vor begeistertem Publikum spektakulär inszenierten.  


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