Spontan-Demo und Testfahrt Ministerpräsident Stephan Weil zu Besuch in Dissen

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Im Beisein von Bürgermeister Hartmut Nümann und Mitgliedern des Verwaltungsausschusses trug sich Ministerpräsident Stephan Weil in das Goldene Buch der Stadt Dissen ein. Foto: Petra RopersIm Beisein von Bürgermeister Hartmut Nümann und Mitgliedern des Verwaltungsausschusses trug sich Ministerpräsident Stephan Weil in das Goldene Buch der Stadt Dissen ein. Foto: Petra Ropers

Dissen. Einer Einladung nach Dissen folgte am Montag Ministerpräsident Stephan Weil. Auf seiner Agenda standen neben dem Rathaus die Firmen Claas und Homann.

Als „Industriestadt im Grünen“ stellte sich Dissen dem Gast aus Hannover vor, der sich im Sitzungssaal des Rathauses ins Goldene Buch der Stadt eintrug. „Der Slogan trifft“, befand der Ministerpräsident. Das Grün habe er bei seiner Anfahrt selbst gesehen. Und über die Industrie vor Ort informierte ihn Bürgermeister Hartmut Nümann im Beisein der Landtagsabgeordneten Gerda Hövel sowie des Verwaltungsausschusses.

Rund 6000 Arbeitsplätze bei knapp 10.000 Einwohnern: „Dissen ist ein schönes Beispiel für eine relativ kleine Stadt, die ausgesprochen wirtschaftsstark ist“, urteilte Weil. Eine derartige Konzentration von Industrieunternehmen in einer Stadt dieser Größenordnung sei selten. In Hannover war Dissen in jüngerer Vergangenheit wiederholt im Gespräch – nicht zuletzt wegen der Schließung des Krankenhauses. „Es war schäbig, wie man uns da behandelt hat“, erklärte Nümann unmissverständlich. „Ich habe jetzt noch Wut im Bauch.“

Spontan-Demo für Notfallversorgung

Und damit steht der Bürgermeister keineswegs alleine da, wie Stephan Weil wenig später erfuhr. Denn vor dem Rathaus erwarteten ihn bereits einige regelmäßige Teilnehmer der nach wie vor stattfindenden Freitagsdemonstrationen. „Wir halten an unserer Forderung nach einer Akut- und Notfallversorgung in Dissen fest“, gab Annette Austmeyer-Krieg, Vorsitzende des Albertine-Fördervereins Osnabrücker Land, dem Ministerpräsidenten mit auf den Weg nach Hannover.

Weite Wege für Patienten und Rettungswagen, überfüllte Krankenhäuser: „Die Situation ist miserabel“, unterstrich auch Bürgermeister Hartmut Nümann. Er hoffe, dass noch in seiner Amtszeit, eine Lösung realisiert werden könne. Weil selbst zeigte sich beeindruckt von dem Zusammenhalt in der Stadt und vom fortwährenden Kampf. Und der soll, wie er vor den Toren des Rathauses erfuhr, unvermindert weitergehen.

Testfahrt im Hightech-Trecker

An anderer Stelle wird in Dissen gerade die Zukunft der Landtechnik geschrieben: Bei Claas E-Systems informierte sich der Ministerpräsident über Hightech auf dem Feld. Schnelles Internet und flächendeckende Handynetze auch im ländlichen Bereich nahm er als Notwendigkeiten für die moderne Landwirtschaft von Claas E-Systems mit. Zuvor jedoch machte er selbst den Praxistest: Auf der am Firmenstandort eingerichteten Teststrecke nahm er im Xerion 4000, dem größten Mehrzwecktraktor von Claas, Platz. „Kann ich den Schlüssel haben?“ scherzte er begeistert nach der Fahrt. „Das macht richtig Spaß.“

Begeistert von neuester Landtechnik: Bei seinem seinem Besuch bei der Firma Claas E-Systems ließ sich Ministerpräsident Stephan Weil (4. von links) zu einer Testfahrt auf dem High-Tech-Traktor einladen. Foto: Petra Ropers

Die Ansiedlung des Claas-Forschungsbereiches spreche für die Standortqualität in Dissen, sagte Weil. Und am Ort bleibt nun auch Dissens bislang größter Arbeitgeber: „Ich freue mich sehr darüber, dass das Unternehmen Homann mit einer neuen Strategie und mit neuen Investitionen seine Standorte im Landkreis Osnabrück stärken will“, betonte Weil nach der dritten und letzten Station seines Besuchs in Dissen. „Das sind gute Nachrichten für die Region und die vielen Beschäftigten des Traditionsunternehmens."


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