Unterstützt von CDU und UWG Dissen: Görlitz stellt sich als Bürgermeisterkandidat vor

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Sie stehen hinter Eugen Görlitz (Mitte). Maren Öynhausen, Jürgen Dallmeyer, Stefanie Hörning und Heiner Prell unterstützen die Kandidatur des 36-Jährigen als Bürgermeister. Foto: Jörn MartensSie stehen hinter Eugen Görlitz (Mitte). Maren Öynhausen, Jürgen Dallmeyer, Stefanie Hörning und Heiner Prell unterstützen die Kandidatur des 36-Jährigen als Bürgermeister. Foto: Jörn Martens

Dissen. Vom Bauamt ins Chef-Büro? Eugen Görlitz ist Dissener, 36 Jahre alt, CDU-Mitglied und möchte im Mai 2019 Bürgermeister werden. Er will als Einzelbewerber antreten, wird aber von CDU und UWG unterstützt. Damit meldet sich nach Ulrich Meyer zu Drewer der zweite Kandidat zu Wort.

Sowohl Görlitz als auch Meyer zu Drewer sind CDU-Mitglieder, wollen aber als unabhängige Bürgermeister-Kandidaten antreten.

Görlitz kann als Paradebeispiel gelungener Integration gelten. 1981 im sibirischen Omsk geboren, kam er als 13-Jähriger mit seiner Familie nach Dissen. Hier besuchte er die Realschule, hier absolvierte er im Rathaus seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten und Standesbeamten. Nach Stationen im Bürgerbüro und im Sozialamt arbeitet er seit sieben Jahren als Sachbearbeiter im Bauamt der Stadt.

„Ich bereite Fachausschüsse mit vor, weiß, wie Rat und Verwaltung zusammenarbeiten“, sagt Eugen Görlitz bei seiner Vorstellung, zu der er vier Unterstützer von CDU und UWG mitgebracht hat. Durch Vertretungen im Sozial- und Bauamt habe er auch Führungserfahrung sammeln können.

Warum er Bürgermeister werden will? „Ich möchte das schon sehr lange“, sagt Eugen Görlitz. „Ich gehe gerne auf Menschen zu, diese fühlen sich von mir ernst genommen. Ich kenne die Verwaltung und muss mich nicht einarbeiten, die Kollegen schätzen mich, das habe ich durch die Resonanz auf meine Kandidaturankündigung gemerkt.“ Und, fügt er an: „Ich weiß, wo es zwickt und man angreifen muss. Und ich kann auch mal hart durchgreifen als Chef, wenn es sein muss.“

In Dissen Wurzeln geschlagen

Mit 30 ist er der CDU beigetreten. Auch sonst ist seine Freizeit ausgefüllt, als zweiter Vorsitzender des Tennisclubs, Mitglied der Schützenvereine Dissen und Nolle oder des TSG-Fördervereins. Seit Kurzem ist er auch im Kirchenvorstand aktiv. Zeit für Familie blieb dabei noch nicht: „Aber ich bin fünffacher Patenonkel“, verkündet Görlitz stolz. Er hat Wurzeln geschlagen in Dissen.

Dass er nun nicht als CDU-Kandidat, aber unterstützt von CDU und UWG antritt, habe eine lange Vorgeschichte. „Zuerst haben wir vor etwa einem Jahr unsere Kriterien für einen Bürgermeisterkandidaten definiert“, erklärt der CDU-Vorsitzende Heiner Prell. Seitdem traf sich regelmäßig die Findungskommission.

Als Prell und Görlitz einmal zu später Stunde vor sich hin philosophierten, sagte Görlitz: „Du, ich will das wohl machen.“ Man kam schnell zusammen: „Eugen ist fachkompetent und zuvorkommend“, lobt Prell. „Für uns bietet er das ideale Paket“, unterstreicht die CDU-Fraktionsvorsitzende Stefanie Hörning. Schließlich stehe Dissen vor großen Herausforderungen. Görlitz habe Verbindungen zu den Mitarbeitern, zu Bürgern, Rat und Kreis.

Die Bürger mitnehmen

Auch die UWG unterstützt Görlitz‘ Kandidatur. „Kompetente Leute haben sich nicht gedrängelt“, berichtet Jürgen Dallmeyer. Daher habe man auch im Rathaus nach jungen Kräften geschaut: „Mit Eugen kann man zuverlässig zusammenarbeiten.“ Das findet auch Maren Öynhausen, die Görlitz seit seiner Kindheit begleitet. „Ich freue mich, dass mit ihm auch Gruppierungen, die hier leben, ins Zentrum kommen.“ Görlitz sei ausgesprochen freundlich und könne „unglaublich viel arbeiten“.

CDU und UWG kooperieren in der Ratsarbeit. Beide Fraktionen wollen Görlitz nun unterstützen und „dabei sichtbar sein“, so Prell. Die Mitgliederversammlung der CDU sprach sich mit 94 Prozent der Stimmen für den 36-Jährigen aus, die der UWG zu 100 Prozent.

Görlitz selbst will als Bürgermeister für jeden offen und ansprechbar sein. „Wenn Vorschläge kommen, muss man die durchdenken und umsetzen, ansonsten hat man verloren“, findet der Kandidat. Auch vor Verhandlungen mit den Chefs bedeutender Dissener Firmen habe er keine Scheu. „Wer vor 80 Menschen eine große Trauung zelebriert, kann auch das.“


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