Gewählt wird am 26. Mai 2019 Ulrich Meyer zu Drewer will Dissener Bürgermeister werden

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Ulrich Meyer zu Drewer möchte für seine Heimatstadt Gutes erreichen. Foto: Jörn MartensUlrich Meyer zu Drewer möchte für seine Heimatstadt Gutes erreichen. Foto: Jörn Martens

Dissen. 2019 wählt Dissen einen neuen Bürgermeister. Am 26. Mai dürfen die Dissener Kreuzchen bei der Bürgermeisterwahl, der Europawahl und voraussichtlich auch bei der Wahl des Landrats machen. Als erster Kandidat für die Nachfolge von Hartmut Nümann im Dissener Rathaus geht Ulrich Meyer zu Drewer ins Rennen.

2011 war SPD-Mann Hartmut Nümann mit 56 Prozent der Stimmen zum Dissener Bürgermeister gewählt worden. Seine Konkurrentin Elke Fox von der CDU kam auf 44 Prozent. 400 Stimmen entschieden über die Wahl. Mehr aus Dissen lesen Sie hier. 

Nümann hört 2019 auf

Nümann, der zuvor bereits stellvertretender Landrat und ehrenamtlicher Bürgermeister gewesen war, wollte sich von Anfang an als Bürgermeister aller Dissener gesehen wissen.  „Wer die Ratsmehrheit hat, ist mir eigentlich egal, denn unsere Zusammenarbeit wird klappen", sagte er vor sieben Jahren. In einem Jahr endet seine Amtszeit. Der Erpener wird dann 71 Jahre alt.


Zeit für mögliche Nachfolger, sich den Dissenern vorzustellen. Den Anfang macht Ulrich Meyer zu Drewer, in Dissen kein Unbekannter, ob als Präsident der Gruppe 6, die seit Jahren das Stoppelfeldrennen ausrichtet und die Einnahmen guten Zwecken spendet, oder als Hegeringleiter in Borgholzhausen.

25 Jahre CDU-Mitglied

Meyer zu Drewer ist seit gut 25 Jahren CDU-Mitglied, möchte aber als unabhängiger Kandidat antreten. Aus gutem Grund: "Eine politische Grundmeinung zu haben, ist wichtig. Auf kommunaler Ebene spielt Parteipolitik, abgesehen von Extremen, keine Rolle."

Dafür sei der aktuelle Stadtrat für ihn ein gutes Beispiel: "Der Rat kooperiert sehr gut: Dort gibt es keinen Kuschelkurs, aber eine vernünftige Zusammenarbeit. So kommen Dinge schnell auf den Weg. Das wünsche ich mir auch für die Zukunft."


Dass er kein Verwaltungsexperte ist, sieht der 51-Jährige nicht als Hindernis. "Mit einem Haushalt von 20 Millionen Euro betrachte ich die Rolle des Bürgermeisters eher als die eines Geschäftsführers." Wichtig sei, dass der Bürgermeister Team-Spieler ist. Diese Maxime lebe er auch in seinem Job als Bezirksleiter für das Firmen- und Privatkundengeschäft bei der Volksbank Steinhagen. Dort ist er seit 30 Jahren tätig, mit langer Erfahrung in der Mitarbeiterführung. "Ich führe oft schwierige Verhandlungen und musste mit allen Mitarbeitern erfolgreich sein. Das ist eine Gabe, die ich habe." Keine Idee sei so doof, dass man nicht darüber nachdenken sollte. Dass der Job als Gemeinde-Chef durchaus konfliktträchtig sein kann, schrecke ihn nicht.


Sollte er nicht zum Bürgermeister der 10.000 Dissener gewählt werden, bleibe er bei der Volksbank. Doch Ulrich Meyer zu Drewer ist selbstbewusst und hat sich seine Kandidatur lange überlegt. "Schon 2011 habe ich eine Bewerbung erwogen. Damals waren unsere drei Kinder aber noch zu klein."


Das ist heute anders. Nur eins der drei Meyer-zu-Drewer-Kinder geht noch zum Kindergarten, die beiden anderen zum Gymnasium und zur Uni. Seine Frau stehe hinter seiner Kandidatur: "Meine Familie zieht voll mit."

Die Förderung von Kindern und Jugendlichen und der Vereine liege ihm am Herzen, auch im Sinne einer gelingenden Integration. "Wir haben tolle Vereine in Dissen. In diesem Bereich kann man am meisten erreichen. Denn wenn wir eine vernünftige Integration verpassen, sind die Folgen am Ende viel kostspieliger als die Förderung." Er ist als eins von sechs Kindern auf einem Bauernhof in Aschen groß geworden: "Wo Du nicht düngst, wirst Du nicht ernten."


Dazu zählt für ihn auch, dass Dissen Arbeitgeber braucht, die nicht nur Arbeitsplätze bieten, sondern im Ort auch Steuern zahlen. "Das gehört auf die Agenda", findet Ulrich Meyer zu Drewer.


"Ich gehe Dinge verbindlich an und bringe sie zu Ende" – jetzt die Bewerbung zum Bürgermeister, ein Amt, das für ihn keinesfalls Sprungbrett zu etwas Höherem werden solle. Steinbock sei er, und sicher auch ehrgeizig. Dabei würde er als Bürgermeister weniger verdienen als aktuell. "Geld ist nicht alles. Ich möchte an etwas Bleibendem beteiligt sein." 


Das Bleibende, das ist etwas Gutes für Dissen. "Dissen ist so ein toller Ort. Hier bin ich groß geworden. Hier möchte ich alt werden. Wenn ich nichts hineingebe in eine Gesellschaft, kann ich auch nichts von ihr erwarten", sagt Ulrich Meyer zu Drewer. Er möchte etwas geben.


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