Stoppelfeldrennen in Dissen Mit Vollgas über die Stoppeln

Von Achim Köpp

Ordentlich Staub aufgewirbelt wurde beim Stoppelfeldrennen in Dissen. Foto: Achim KöppOrdentlich Staub aufgewirbelt wurde beim Stoppelfeldrennen in Dissen. Foto: Achim Köpp

Dissen. Nicht Nürburg- oder Norisring! „Ring“, das gilt für die Menschen hier am Teuto als das Synonym für das Wort „Stoppelfeldrennen“. Bereits seit 1980 fasziniert die Gruppe 6 Aschen e.V. in jedem Jahr ihr Publikum mit diesem außergewöhnlichen Spektakel auf einem abgeernteten Getreidefeld in dem Dissener Stadtteil. So auch an diesem Wochenende an einem Sieben-Hecktar-Acker, der von Holger Bischof, Georg Conrad und Ulrich Thies zur Verfügung gestellt wird.

Bei dem Rennen über die Stoppeln geht es darum, mit abgemeldeten, ausrangierten, jedoch wieder aufgemotzten Boliden möglichst schneller als der Konkurrent auf einem 840-Meter-Rundkurs zurückzulegen. Was bei dem von Rennlauf zu Rennlauf immer abgründiger werdenden Boden erhebliche Fahrkünste erfordert. Zumal die Fahrzeuge allesamt viele Jahre auf der verbeulten Haube haben und eine lange Gerade auf dem Rundkurs sehr hohe Geschwindigkeiten – je nach PS – erlaubt.

Dieses Mal angenehmes Wetter

In den vergangenen 38 Jahren gab es Wetterkapriolen, die von Regen aus Kübeln über Sturm, Wind und Kälte bis hin zu Gluthitze reichten. Jedoch jetzt waren ausschließlich zufriedene, ja glückliche Gruppe 6-Mitglieder zu sehen, denn es herrschten in jeder Beziehung, nicht nur beim Wetter, ideale Bedingungen. Die riesigen Staubwolken bei der Kurvenfahrt wurden zum Glück auch nach Norden, zum Teuto hin, geweht.

So füllten sich auch gleich zu Beginn gegen Mittag rasch die Parkplätze am Bühlbachweg direkt neben der B 68/Haller Straße, sodass es dann schwierig wurde, einen Parkplatz zu ergattern. Und am abgesperrten „Ring“ drängten sich froh gelaunte Menschen in Fünferreihen, um die rasante Fahrt der Autos genau zu beobachten.

Programm am Sonntag

Schon ab 11 Uhr am Sonntag wird sich am Ring das gleiche Bild bieten, denn dann erdröhnt die Luft erneut durch den Motorenlärm bei den wiederum gestarteten Vorläufen, bevor gegen 15 Uhr die Endläufe der einzelnen Startklassen beginnen. Im Verlauf der beiden Tage wird auch viel Unterhaltendes für Jung und Alt geboten. Wobei der Veranstalter nicht ohne etwas Stolz darauf verweist, dass bei freiem Eintritt zum Ring der gesamte Erlös aus Getränke- und Imbissverkauf wie in den vergangenen Jahren auch wieder an örtliche Kindergärten und Jugendgruppen verteilt wird.


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