Konzert im Garten des KuK „Spaßandas“ und Session begeistern in Dissen

Von Rolf Habben


Dissen. Es müssen wahrlich nicht immer die ganz großen Namen der Musikszene sein, ohne dass das musikalische Niveau deshalb zwingend zweitklassig wäre. Ganz im Gegenteil. Was die Band „Spaßandas“ auf der Bühne im Garten des KuK (Kunst- und Kulturverein) in Dissen ablieferte war mehr als beeindruckend.

Im vierten Jahr haben sich die Open-Stage-Veranstaltungen mit anschließender Jam Session inzwischen einen gewissen Kultstatus erworben, was der gut besuchte Garten mit kaum ausreichendem Ersatz-Gestühl augenscheinlich bewies. Da mochte sich auch das Wetter nicht verweigern und spielte unter dem riesigen Sonnensegel schattenspendend mit angenehmen Temperaturen wohltuend auf.

Glückliche Hand

Mit der Einladung an „Spaßandas“ hatte Cheforganisator Wolfgang Ilgner mal wieder eine glückliche Hand bewiesen. Kein Zufall allerdings, konnte das mit drei männlichen und drei weiblichen Musikern paritätisch besetzte Sextett doch bereits im letzten Jahr das Publikum erfolgreich begeistern. Die in diesen Breiten eher Insidern bekannte Formation aus dem benachbarten Westfalen hatte mit ihrem Akustik-Set einen eindrucksvollen Auftritt. „Wir spielen Musik aus aller Herren Länder und quer durch alle Genres, so dass für jeden etwas dabei ist“, stimmte Bandleader und Gitarrist Fred Meyer das Publikum auf das Repertoire von „Spaßandas“ ein. Mehr aus Dissen im Netz

Und das „Das“ war ein gelungener Mix aus Pop über Country, Latino, Salsa bis hin zum Blues. Der Name der Band erwies sich in der Tat als Programm. Neben unverkennbarer Spielfreude verbreitete die nominell mit sechs Musikern besetzte Truppe, dafür aber mit einem Instrumentarium für eine Big Band, einen mächtigen Sound mit begeisternden Titeln.

Resonator

Meyer an der Akustikgitarre, Katie Rother am Kontrabass und Percussion, Heike Lehwald am Cajon, Michael Gawlik am Bass und am Bandoneon, wussten ebenso zu überzeugen, wie Rolf Sigmund an seiner Resonator-Gitarre. Ihr ganzes Können unterstrich Susann Kolatek an der Querflöte mit dem Klassiker „Going up the Country“ der Woodstock-Veteranen Canned Heat sowie mit der Guiro im „Willie and the Handjive“, unterstützt von Heike Lehwald, die den typischen Bo-Diddley-Shuffle am Cajon rhythmisch gekonnt umsetzen konnten. Spektakulär Kotaleks Flaschenspiel im „Steel Guitar Rag“.

Zuvor hatte das Duo Andrea und André vom Trio „Free Waves“ mit Gitarre, Harp und Violine und einigen Oldies wie „Hello Mary Lou“ die richtige Einstimmung besorgt. Beeindruckend ihr „Wicked Game“, Song des US-amerikanischen Rockmusikers Chris Isaak, mit André an der Ukulele und dankbar lang anhaltendem Szenenapplaus des Publikums.

Session

In der finalen Session gesellten sich zu Wolfgang Ilgner und Norbert Niemeyer von der Hausband „4nondrums“ an den Gitarren noch das Saxophon Jochen Ballingers, der Bass Winfried Soppas und Fred Meyer an den Congas sowie Rolf Sigmund mit seiner Dobro und Andrea an der Harp dazu, einmal mehr abschließender Höhepunkt einer eindrucksvollen Veranstaltung des KuK.


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