Konzern bildet eigene Fachkräfte aus „Mit Hochdruck“: Homann wirbt um mehr Azubis

Meine Nachrichten

Um das Thema Dissen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Mit besten Aussichten starten die fertigen Azubis im Kreis von Betriebsrat Markus Schürmeyer (links), dem Geschäftsleiter für Personalwesen Andreas Fischer und ihrer Personalchefin Petra Held (rechts) in ihre Zukunft. Foto: Swaantje HehmannMit besten Aussichten starten die fertigen Azubis im Kreis von Betriebsrat Markus Schürmeyer (links), dem Geschäftsleiter für Personalwesen Andreas Fischer und ihrer Personalchefin Petra Held (rechts) in ihre Zukunft. Foto: Swaantje Hehmann

Dissen. So werden wenige fertige Azubis umworben. Bei Homann haben 14 junge Menschen ihre Ausbildung abgeschlossen. Wer bleiben will, wird übernommen. Und fast alle wollen. Erfreulich für Andreas Fischer. Er hofft nun auf einen Schneeballeffekt, denn „wir werden die Ausbildung mit Hochdruck hochfahren“, sagte der Geschäftsleiter für Personalwesen in der Homann-Gruppe.

Seit feststeht, dass Homann in Dissen und Bad Essen bleibt und in beide Standorte investiert, stehen die frischgebackenen Lebensmitteltechniker, Lagerlogistiker und Industriekaufleute in der Firma wieder hoch im Kurs. Sie werden gebraucht. Fischer, Geschäftsleiter Human Ressources, freute sich deshalb umso mehr, dass beinahe alle bleiben – oder wiederkommen – möchten.

Neben sommerlichen Blumensträußen, der Gratulation und einem Händedruck hatte Fischer noch jede Menge Motivation für die neuen Fachkräfte parat: „Sie haben jetzt einen Supergrundstein für ihre berufliche Zukunft gelegt.“ Das richtete sich an die „Falets“, die Fachkräfte für Lebensmitteltechnik, ebenso wie an die Absolventen anderer Ausbildungsgänge.

„In der Region gibt es einen großen Bedarf an Fachkräften für Lebensmitteltechnik. Da wünschen wir uns noch mehr Azubis, die sich einmal zum Meister qualifizieren“, sagte Andreas Fischer. Aber auch für Lagerlogistiker gebe es Zusatzqualifikationen,. auch intern, „wenn sie denn wollen“.

Investitionen machen Ausbildung attraktiv

Er hoffe auf großen Zulauf zu den Ausbildungsberufen: „Mit unseren Investitionen in die Standorte gestalten wir auch die Ausbildungen attraktiv. Es ist wichtig für uns, gute, qualifizierte Mitarbeiter zu haben. Aber es ist schwer, sie auf dem Arbeitsmarkt zu finden.“ Also lieber selbst ausbilden.

Die Azubis mussten schnell Verantwortung übernehmen. „Dass wir ihnen Aufgaben übertragen haben, sollte sie schnell ins Team integrieren und auch einen Reiz der Ausbildung ausmachen. So haben Sie gelernt, was die Homann-Gruppe braucht“, sagte Fischer. Und, auch wenn das mancher hoffe, das Lernen werde nicht aufhören. „Technologisch tut sich eine Menge“, kündigte der Personalentwickler an.

Ein langjähriger Mitarbeiter der Dressing-Fabrik konnte das nur bestätigen: „Zwischen dem, war wir vor zehn Jahren gemacht haben, und dem, war wir heute tun, gibt es Riesenunterschiede.“

Verantwortung kam schnell

Was die fertig Ausgebildeten selbst über die vergangenen drei Jahre denken, erzählten sie bereitwillig: „Abwechslungsreich“ sei die Ausbildung gewesen, sagte eine junge Frau aus der Verpackungsabteilung, und „lehrreich“, ergänzt ihr Kollege, der in der Produktentwicklung tätig ist. Super viel Spaß habe die Ausbildung gemacht. Und die früh übertragene Verantwortung, vor der es manchen erst ein bisschen gegraut habe, sei im Ergebnis sehr gut gewesen.

„Viel Praktisches“ hat ein junger Mann in der Lagerlogistik gelernt. Nun habe ihn sein Chef gleich zum Meisterkurs angemeldet. Ein fertiger Homann-Azubi aus Lintorf erklärte überzeugt: „Ich würde die Ausbildung jedem weiter empfehlen.“ Das würde auch eine fertige Industriekauffrau, die nach einem Jahr als Au-pair in Neuseeland gern „wiederkommen“ möchte.

Dass sich die neuen Fachkräfte während ihrer Ausbildungszeit wohlgefühlt haben, bewiesen ihre Geschenke für ihre Ausbildungsleiterin Petra Held.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN