Planungsinfos erfragt Initiative Haller Willem wünscht Halbstundentakt bis Osnabrück

Von Horst Troiza

Gegenwärtig stehen Gerüste am Bahnhofsgebäude in Dissen. Die Initiative Haller Willem hegt Hoffnung, dass an der Nutzung des gesamten Gebäudekomplexes festgehalten wird. Foto: Horst TroizaGegenwärtig stehen Gerüste am Bahnhofsgebäude in Dissen. Die Initiative Haller Willem hegt Hoffnung, dass an der Nutzung des gesamten Gebäudekomplexes festgehalten wird. Foto: Horst Troiza

Dissen. Der bisher nur auf einem Teil der Zugstrecke des Haller Willem geltende Halbstundentakt soll nach Willen des Interessenbündnisses „Initiative Haller Willem“ (IHW) bis Osnabrück ausgedehnt werden. Der Verein hat Anrainerkommunen angeschrieben und um Informationen über Wohn- und Gewerbeplanungen sowie der Schülerzahlen gebeten. Damit sollen Argumente für die kürzere Taktung gewonnen werden.

Der 30-Minuten-Takt gilt bisher nur von Bielefeld bis Halle. Nach der jetzt bei einem Treffen der Initiative in Dissen geäußerten Ansicht des IHW soll die Taktung zukünftig bis zum anderen Streckenende nach Osnabrück eingerichtet werden. Um das zu erreichen, hat der Verein Anrainerkommunen angeschrieben, um von dort Zahlenmaterial über Planungen hinsichtlich von Neubausiedlungen, Gewerbeansiedlungen und der Schülerzahlen zu erhalten. „Damit können wir unser Anliegen untermauern, dass die Züge in Zukunft stärker frequentiert werden können. Wir werden ein Argumentationspapier ausarbeiten, das wir den Aufgabenträgern, der Landesnahverkehrsgesellschaft in Hannover und dem Zweckverband Ostwestfalen-Lippe vorlegen werden, die den Ausbau der Taktung zu entscheiden haben“, erklärte IHW-Vorstandsmitglied Johannes Bartelt.

Optionen

Er erwartet von dem bis Jahresende angekündigten Nahverkehrsplanentwurf eine klare Aussage über die zeitnahe Verdichtung des Fahrplans auf der Haller-Willem-Strecke entsprechend der in den Kommunen erhobenen Zahlen. „Auch hat der zukünftige Geschäftsführer des Zweckverbandes bereits durchblicken lassen, dass es weitere Optionen für die Zukunft gibt“, so Bartelt.

Im Verlauf des Treffens wurden weitere Bekanntmachungen mitgeteilt. Während der bis Herbst 2019 dauernden Brückenbauarbeiten in Bielefeld ist zwischen Bielefeld-Quelle und Hauptbahnhof ein Ersatzverkehr per Bus eingerichtet, der Haller Willem verkehrt weiterhin über Quelle hinaus bis Bielefeld-Brackwede, von wo aus die Innenstadt mit der S-Bahn zu erreichen ist. Weiterhin drängt der IHW auf die Instandhaltung des Bahnhofsgebäudes in Borgholzhausen und die Verbesserung des Wetterschutzes am Bahnhof Osnabrück-Sutthausen. Begrüßt wurde von der Initiative die Erhöhung der Autoparkplätze am Bahnhof in Georgsmarienhütte-Oesede. Auch hält die IHW an der Einrichtung des Bahnhaltes am Osnabrücker Rosenplatz fest. Zuletzt zeigte man sich erfreut über die jüngst geschehene Einrüstung des Bahnhofsgebäudes in Dissen. „Das verstehen wir als Signal, dass weiterhin an der Nutzung des gesamten Gebäudes festgehalten wird“, kommentierte Bartelt. Wünschenswert wäre, wenn dort eine Toilette für Reisende eingerichtet werden würde. Mehr aus Dissen im Netz


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