Zu Gast im Jazz-Club Kritik beim entspannten Jahresempfang der CDU Dissen

Von Sina-Christin Wilk

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siwi Dissen. Im Jazz-Club am Bahnhof nutzten die rund 100 Gäste des Jahresempfangs der CDU Dissen die Gelegenheit, um sich in lockerer Atmosphäre auszutauschen. Neben kommunalpolitischen Erfolgen wurde auch differenzierte Kritik geäußert.

„In Dissen ziehen wir fraktionsübergreifend an einem Strang. Während des Jahresempfangs können wir in entspannter Runde Themen auf den Tisch bringen“, sagte Heiner Prell, Ratsvorsitzender und stellvertretender Bürgermeister. Auf der Gästeliste: Unternehmer, Selbstständige, Vertreter ehrenamtlicher Vereinigungen, den Kirchengemeinden und lokaler Institutionen sowie Politiker aller Fraktionen - aus Dissen und den Nachbargemeinden.

Herausforderungen für Europa

Prell äußerte sich kritisch zur derzeitigen Bundes- und Europapolitik. Brexit und Populismus widersprächen den gemeinsamen europäischen Werten und dem Friedensgedanken. Ebenso wie „USA gegen den Rest der Welt“. Der Asylstreit spalte Deutschland und Europa. Ein Rechtsstaat müsse auch in einer großen humanitären Notsituation von Anfang an ordnen und steuern können, so Prell.

Entsprechend müsse sich die CDU erneuern. Perspektivisch gesehen jüngere, engagierte Personen nachrücken. Unabhängig voneinander haben er und Wolfgang Dettmer, Ratsherr der CDU, an Kanzlerin Merkel geschrieben. Die postalische Antwort habe aus Textbausteinen bestanden. In der Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer fanden sie eine Ansprechpartnerin. „Die Art des Zuhörens hat mich beeindruckt“, so Prell über das Telefonat im Mai. Er sei sicher, dass ihre Arbeit zielführend sein wird und Erneuerung bringt. Mehr aus Dissen im Netz

Kommunalpolitische Erfolge

Landrat Michael Lübbersmann appellierte: „Nicht über gestern und heute jammern, sondern das Morgen gestalten.“ Landkreis und Gemeinde seien auf einem guten Weg. Für eine gerechte Lastenverteilung der Kosten für Kindertagesstätten würde eine „direkte Verteilung anhand der Kinderzahl angestrebt.“ Rund 160 Millionen gebe der Landkreis aus der Kreisumlage zurück. Ein weiteres Ziel: Wirtschaft, Haushalte und Bildungseinrichtungen flächendeckend mit Glasfaserkabel ausstatten. Die Versorgung mit Funk und Internet sei nicht wettbewerbsfähig. Sie entspräche nicht dem Bild der Industrienation, das Deutschland von sich selbst entwerfe. Hiermit verbunden sei der Ausbau von Dissen als IT-Standort. Unter den über 300 Landkreisen bundesweit sei der „Landkreis Osnabrück achtstärkster Wirtschaftsstandort“, so Lübbersmann.

Fraktionsvorsitzende Stefanie Hörning lobte das Engagement ehrenamtlicher Akteure in Dissen. Die wohl bedeutendste Nachricht sei aber, dass Homann bleibt. „Eine seitens des Konzerns getroffene Entscheidung wurde revidiert“, so Hörning. Auch durch den resoluten Einsatz von Bürgermeister Hartmut Nümann und Landrat Lübbersmann sei das Undenkbare möglich geworden.


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