Bäume pflanzen für Klimaschutz Projekttage im Lernstandort Noller Schlucht

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Beim Projekttag Klimaschutz pflanzten Schüler der Thomas-Morus-Oberschule Osnabrück mit Projektkoordinatorin Birgit Lamping und Förster Horst Wieting 500 Buchen. Foto: Petra RopersBeim Projekttag Klimaschutz pflanzten Schüler der Thomas-Morus-Oberschule Osnabrück mit Projektkoordinatorin Birgit Lamping und Förster Horst Wieting 500 Buchen. Foto: Petra Ropers

Dissen. 500 Bäume pflanzte die Parallelklasse im Noller Wald. Für die Klasse 6a der Thomas-Morus-Oberschule Osnabrück stand deshalb fest: „Wir schaffen mehr.“ Bei einem Projekttag griffen die Schüler zu Spaten und Buchen-Schösslingen.

Im und am Lernstandort Noller Schlucht nahmen die sechsten Klassen der Oberschule an einem „Projekttag Klimaschutz“ teil. Seit 2014 organisieren die Naturschutzstiftung des Landkreises Osnabrück und die Niedersächsischen Landesforsten gemeinsam mit den Umweltbildungsstandorten Lernstandort Noller Schlucht, Biologische Station Haseniederung, Kuhlhoff-Bippen und Museum Schölerberg die Projekttage. Mehr als 15 Schulen aus dem gesamten Osnabrücker Raum nutzten bereits das Angebot.

Theorie und Praxis

Doch warum überhaupt Klimaschutz? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Sechstklässler am Morgen im Lernstandort Noller Schlucht. In Spielen, anschaulichen Aufgaben und Diskussionsrunden gingen sie den verschiedenen Aspekten des Klimawandels nach. Sie erarbeiteten die Kohlendioxid-Bilanz verbreiteter Konsumgüter und nahmen die eigene Brotdose unter ökologischen Aspekten in Augenschein. Und natürlich berechneten sie auch, wieviel Kohlendioxid in einem Hektar Wald gespeichert wird. Mehr aus Dissen im Netz

Denn der Wald übernimmt eine ganz entscheidende Funktion: „Was wir ausatmen, atmen die Bäume ein“, brachte ein Schüler die Leistungen des Waldes auf den Punkt. „Es ist wichtig, den Wald zu erhalten und immer wieder neue Bäume zu pflanzen“, erklärte Förster und Waldpädagoge Horst Wieting vom Waldpädagogik-Zentrum Weser-Ems. Gemeinsam mit Forstwirtschaftsmeister Paul Plog und Projektkoordinatorin Birgit Lamping führte er die Kinder nach drei Stunden Theorie tief hinein in den Noller Wald.

Schüler helfen bei Aufforstung

Auf einer vom Windwurf freigeräumten Fläche griffen sie dort zu ganz besonderen Spaten. Die sind so stark gebogen, dass sie ohne große Mühe perfekt runde Pflanzlöcher machen. Und die sind genau richtig für die kleinen Buchen, mit denen die Schüler die Erkenntnisse der theoretischen Einheit in die Praxis umsetzten. Zuvor war der Boden fachkundig vorbereitet worden: „Erst müssen die sauren Nadeln abgetragen werden“, erklärte Horst Wieting den Schülern. Denn die jungen Buchen, die den ehemaligen Fichten- in einen Mischwald verwandeln sollen, brauchen nährstoffreichen Mineralboden.

Und sie brauchen Erde rund um ihre Wurzeln. Für die Schüler bedeutete das: Bäumchen im Pflanzloch versenken, Erde wieder hineingeben und dann mit dem Gummistiefel-Absatz fest andrücken, damit kein unterirdisches Luftloch verbleibt. „Denn nur von Luft“, so Wieting, „können auch die Bäume nicht leben.“ Die Kinder machten sich auf der Fläche mit Eifer an die Arbeit. Ihr Ziel war schließlich fest gesteckt: 501 Bäume – und damit einen Baum mehr als die Parallelklasse – wollten sie pflanzen.

Nachhaltige Wirkung 

Für die Naturschutzstiftung des Landkreises ist der „Projekttag Klimaschutz“ eine Erfolgsgeschichte: Birgit Lamping sieht gerade in der Verbindung von Theorie und Praxis eine nachhaltige Wirkung. „Ziel ist es, bei den Schülern das Bewusstsein zu erzeugen, selbst etwas für den Klimaschutz zu tun.“ Die Projekttage seien damit ein rundes Konzept. Und das soll auf jeden Fall fortgeführt werden – am liebsten nicht nur mit Aufforstungen, sondern auch mit ganz neu anzupflanzenden Flächen. Wer dafür Grund und Boden zur Verfügung stellen möchte, kann sich an die Naturschutzstiftung wenden.


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