Gut ins Arbeitsleben gestartet Dissener Mittelschüler treffen sich nach 55 Jahren

Von Achim Köpp

Klassentreffen des Abgangsjahrgangs 1963 der Mittelschule Dissen. Foto: Achim KöppKlassentreffen des Abgangsjahrgangs 1963 der Mittelschule Dissen. Foto: Achim Köpp

Dissen. Nach 55 Jahren haben sich die Reihen schon arg gelichtet. Die ehemaligen Schülerinen und Schüler, die jetzt zum Klassentreffen kamen, haben das Renteneintrittsalter schon lange hinter sich, andere wohnen zu weit weg, um noch dabei zu sein, oder leben nicht mehr. So waren es jetzt nur noch 14 der Pennäler, die im Jahr 1963 die Klasse 10a mit der Mittleren Reife die damalige Mittelschule in Dissen verließen.

Für Hella Unger, Inge Geisemeier und Jürgen Dallmeyer als Organisatoren waren die 55 Jahre nach dem Auseinandergehen nun ein triftiger Grund, alle Erreichbaren einzuladen, um gemeinsam in Erinnerungen an die Zeit auf den harten Bänken der Mittelschule zu schwelgen. Die meisten von ihnen sind ihrer Heimat treu geblieben, wohnen noch in der Stadt oder nicht weit davon entfernt im Städtedreieck Osnabrück-Münster-Bielefeld. Mehr aus Dissen im Netz

Weite Wege

Andere kamen aus Hamburg, aus Mecklenburg, der Pfalz oder Berlin nach Dissen und hatten zum Teil die städtebauliche Entwicklung nicht verfolgen können. Sie erfuhren, dass aus ihrer früheren Mittelschule eine Realschule, dann eine Sonderschule und jetzt eine Volkshochschule wurde. Erster Anlaufpunkt jedoch war das neue Schul- und Sportzentrum, das ihnen von Hausmeister Jens Bollmann gezeigt wurde. Das nahe gelegene Hallenbad war allen noch bekannt, denn es wurde im Jahr ihrer Schulentlassung 1963 in Betrieb genommen.

So von etlichen Änderungen in der Stadt informiert, setzte sich die ehemalige Klassengemeinschaft dann für den Abend in der Gaststätte „Plitzebramel“ zusammen, wo es sich die Teilnehmer über Geschehnisse der gemeinsamen Schulzeit und der Jahrzehnte danach austauschten. Trotz der langen Zeit seit 1963 kam beim vertrauten Du auch der Vorname des Gegenübers in Erinnerung.

Schrullen

Beim Betrachten alter Fotos kamen auch die Schrullen der Lehrer auf den Tisch, zum Beispiel „Nachkorrektur“-Forderungen eines Lehrers bei fehlerhaften Verbesserungen von Klassenarbeiten. Zum Ärger der Schüler mussten die außerhalb der Schulstunden erledigt werden. Gern erinnerte sich die Ehemaligen aber an Klassenfahrten, die schon mal nach Garmisch-Partenkirchen, Rüdesheim und Sylt gingen und eine ganze Woche dauerten.

Jürgen Dallmeyer erinnerte daran, dass der Besuch der damaligen Mittelschule von einer theoretischen Aufnahmeprüfung abhing. Am Schulende seien alle ohne Probleme in den Arbeitsmarkt integriert worden und ihren beruflichen Weg erfolgreich gegangen. Die Klassengemeinschaft wird sich wahrscheinlich in einigen Jahren erneut treffen, das war der Wunsch der Teilnehmer.