Frischwasser aus 230 Metern Tiefe Bauausschuss Dissen besucht neue Brunnenförderung

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Der Bauausschuss informierte sich an Ort und Stelle im Wasserwerk. Foto: Achim KöppDer Bauausschuss informierte sich an Ort und Stelle im Wasserwerk. Foto: Achim Köpp

Dissen. Der neue, vierte Brunnen der Wasserwerke Dissen ist am Netz und fördert Wasser in guter Qualität aus 230 Metern Tiefe. Mitglieder des Bauausschusses haben dem Quell einen Besuch abgestattet und zeigten sich sehr zufrieden mit dem Betrieb.

Nach einigen Verzögerungen ist der neue Brunnen im März ans Netz gegangen. Materialprobleme bei der Bohrtechnik, das Warten auf Ersatzteile und aufwendige Analysen der zu erwartenden Wasserqualität hatten die Inbetriebnahme wieder und wieder verzögert. Nun sind die Bauarbeiter vom Ende der Kroppstraße abgezogen und die Pumpen eingeschaltet. Die Kosten liegen bei insgesamt 448.000 Euro. Bis zu 30 Kubikmeter können stündlich aus einer Tiefe von 230 Metern gefördert werden – Wasser, das in Dissen benötigt wird. (Weitelesen: Vierter Brunnen in Dissen geht bald ans Netz – In 240 Meter Tiefe Trinkwasser gefunden)

Reichlich sauberes Wasser

Rund 530.000 Kubikmeter haben die drei vorhandenen Brunnen im vergangenen Jahr ins Netz eingespeist, mit dem neuen wird sich die Fördermenge auf bis zu 660.000 erhöhen, so die Auskunft von Bauamtsleiter Heinrich Kocks. Wegen des Vorhandenseins vieler Betriebe der Lebensmittelproduktion in der Stadt wird reichlich sauberes Wasser benötigt, weshalb der Wasserversorgungsverband Osnabrück-Süd jährlich zusätzlich eine Menge von vertraglich festgelegten 215.000 Kubikmetern liefert. (Weiterlesen: Nitratbelastung bei 30 mg/l – Brunnen in Dissen liefern mehr Wasser als 2016)

Der Nitratwert des Wassers aus dem neuen Brunnen liegt bei etwa 24 Milligramm pro Liter (mg/l). Er liegt damit niedriger als bei den drei älteren, wo zuletzt ein Durchschnittswert von 30,6 mg/l gemessen wurde. Der gesetzlich erlaubte Grenzwert beträgt 50 mg/l. „Mit dem Wasser aus dem neuen Brunnen wird der Nitratwert im Frischwasser jetzt noch einmal verringert“, erklärte Kocks. „Die Bevölkerung und die Betriebe in Dissen können nun auch in regenarmen Zeiten ausreichend mit Wasser in guter Qualität versorgt werden“, zeigte sich Wolfgang Dettmer (CDU) bei der Ortsbesichtigung zufrieden. Derk van Berkum (SPD) trat Befürchtungen privater Brunnenbetreiber entgegen, der neue Brunnen könnte ihnen „das Wasser abgraben“. Er erklärte, dessen Fördertiefe lasse die anderen unbeeinträchtigt.

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