Rettungsanker in der Not Jetzt auch „Kleeblatt“ Anlaufstelle für Kinder

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Freuen sich, dass sie Kindern helfen können: Nadine Friedrich und Dina Stoppe vom „Kleeblatt“ und Derk van Berkum, Projektleiter der ISVK. Foto: Petra RopersFreuen sich, dass sie Kindern helfen können: Nadine Friedrich und Dina Stoppe vom „Kleeblatt“ und Derk van Berkum, Projektleiter der ISVK. Foto: Petra Ropers

Dissen. Wenn sie in Not geraten oder sich einfach nur ein mulmiges Gefühl im Magen ausbreitet, haben Kinder in Dissen jetzt eine weitere Anlaufstelle: Bei der heilpädagogischen Frühförderung „Kleeblatt“ in der Großen Straße 23 stehen ihnen im Notfall die Türen offen. Darauf verweist nun der Rettungsanker.

Der markante Aufkleber mit dem Anker kennzeichnet Geschäfte, Einrichtungen und Institutionen, an denen Kinder ein offenes Ohr, einen geschützten Raum und eine helfende Hand finden. Im Jahre 2006 entwickelte der damalige Präventionsrat gemeinsam mit der Stadt und der Polizei den Rettungsanker, der seither auch von anderen Kommunen übernommen wurde. In Dissen wurde die Idee zu einem echten Erfolgsmodell: Rund 60 Anlaufstellen gibt es bereits für die Kinder.

Anker und Präventionsprogramm

Und auch das „Kleeblatt“, das sich neben der Frühförderung für Kinder mit amtsärztlich festgestelltem Förderbedarf auch der Beratung für Erwachsene widmet, schloss sich nach seinem Umzug an die Große Straße der Initiative gerne an. „Wenn wir nur einem Kind dadurch helfen können, dann hat es sich schon gelohnt“, ist Leiterin Dina Stoppe überzeugt. Sie hofft zudem, dass die Kinder und Eltern, die aus weitem Umkreis das „Kleeblatt“ besuchen, die Idee des Rettungsankers in andere Kommunen tragen.

In Dissen verbindet sich das Netz der Anlaufstellen seit einigen Jahren mit einem Präventionsprogramm, das Derk van Berkum als Projektleiter der Initiative Schutz vor Kriminalität (ISVK) und Wilfried Bury als Dozent für Kriminalprävention und Regionalbeauftragter der ISVK in die Kindergärten tragen. Über 50 Einrichtungen auf beiden Seiten der Landesgrenze besuchen sie regelmäßig. Den Vorschulkindern machen sie beim Präventionstraining Mut, auf ihr Bauchgefühl zu hören.

Und wenn der Bauch „Alarm“ meldet? Dann sind im Ernstfall sinnvolle, altersgerechte Handlungsmöglichkeiten gefragt. Für die Vorschulkinder bedeutet das: Ausatmen, laut „Stopp!“ rufen, dabei abwehrend die Hände vorstrecken und laut schreiend weglaufen – etwa in eine der Anlaufstellen, die mit dem Rettungsanker gekennzeichnet sind. Mehr aus Dissen im Netz


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