Vier Frauen der DLRG trainieren Vier aus Dissen zur Rettungsschwimm-WM in Australien

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Dissen. Aufregung und Vorfreude sind groß bei vier Damen der DLRG-Ortsgruppe Dissen-Bad Rothenfelde. Sie trainieren ehrgeizig im Dissener Aktivbad, schließlich haben sie ein großes Ziel vor Augen: Die Weltmeisterschaft der Rettungsschwimmer in Australien.

Die Gesichter von Dörthe Ostermöller-Rosner und Barbara Horst aus Dissen strahlen genauso wie die von Karin Meyer zu Hörste aus Bad Rothenfelde und Katrin Kaletsch aus Hilter, als sie kurz aus dem Schwimmbecken steigen, um von ihren Plänen zu berichten: „Am 10. November geht’s los. Wir fliegen nach Adelaide, um an den Livesaving World Championships teilzunehmen“. In der Küstenstadt im Süden Australiens werden sich die Frauen der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) mit Rettungsschwimmern aus der ganzen Welt in unterschiedlichen Disziplinen und Altersklassen messen. Die Wettkampfdisziplinen simulieren verschiedene Situationen, aus denen eine in Not geratene Person gerettet werden soll.

Zusammengerechnet

Die vier Frauen aus dem Osnabrücker Südkreis werden in der Altersklasse „170 bis 200 Jahre“ antreten. „Dafür rechnen wir unser jeweiliges Alter zusammen und landen so in dieser Klasse“, erklärt Katrin Kaletsch, die Jüngste aus dem Team. Vor zwei Jahren schloss sie sich der seit über zwölf Jahren bestehenden DLRG-Damenmannschaft an, inspiriert durch ihre Tochter Joline (14), die auch bei der DLRG schwimmt. „Schon als Kind war ich im Schwimmverein. Nach einer langen Pause bin ich dann mit Ende 30 wieder eingestiegen“, erzählt Katrin Kaletsch.

Genau wie ihre Schwimm-Kolleginnen schätzt sie am Rettungsschwimmen den Teamcharakter, der beim Leistungsschwimmen nicht so gegeben sei. „Wir sind ein wirklich eingespieltes Team“, meinen die Vier. Dennoch müssten sie bei so einer WM immer mit Unvorhergesehenem rechnen: Die zu rettende Übungspuppe könnte glatter sein, als die, mit der sie im Aktivbad trainieren, oder die Schwimmbrille könnte mal verrutschen.

Abschleppen

In Australien werden sie sowohl als Mannschaft, als auch als Einzelschwimmerinnen an den Start gehen. Bei der sogenannten Puppenstaffel müssen sie nacheinander einen 70 Kilogramm schweren Dummy über eine Strecke von 25 Metern abschleppen, bei der Hindernisstaffel heißt es möglichst schnell 50 Meter im Kraul-Stil zurückzulegen und dabei unter einem Hindernis hindurch tauchen und bei der Gurt-Retterstaffel gilt es mit und ohne Flossen an den Füßen eine Person mit Gurt schnell durch das Wasser zu transportieren. Alle diese Disziplinen trainieren die sportlichen Damen derzeit dreimal die Woche. Steht keine WM vor der Tür, schwimmen sie zweimal wöchentlich um Ausdauer und Technik stetig zu verbessern.

Der Start in Adelaide ist bereits ihre dritte Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. 2014 wurden sie im französischen Montpellier zweimaliger Vizeweltmeister und 2016 landeten sie in Eindhoven in den Niederlanden auf Rang fünf. Um an internationalen wie auch deutschen Wettkämpfen teilnehmen zu können, müssen die Frauen alle zwei Jahre ihr Rettungsschwimmerabzeichen in Silber wiederholen.

Naturparadies

„Jetzt aber genug gequatscht, das Training geht weiter“, spornt eine von ihnen die anderen an und schon sind sie wieder im Wasser. Die Gruppe versteht sich bestens und so wird sie im November nach einer Woche im völligen WM-Fieber zwei weitere Wochen in Australien verbringen, um sich das Naturparadies Kangaroo Island anzuschauen, mit einem Wohnmobil bis Melbourne zu reisen und von dort einen Inlandsflug bis Sydney zu nehmen. Mehr aus Dissen im Netz

Die DLRG-Damen suchen nun noch nach Sponsoren für ihren WM-Antritt, denn entsprechende Ausrüstung wie zum Beispiel spezielle Carbon-Schwimmanzüge müssen finanziert werden. Kontakt: Mannschaftssprecherin Katrin Kaletsch, E-Mail: kaletsch@online.de


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