„Quadratur des Kreises“ Thema Renten beim CDU-Dämmerschoppen in Dissen

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Problemfall Rente: Klaus Mendrina (links) stellteVorschläge für eine Reform des Rentensystems vor, Wolfgang Dettmer moderierte.Foto: Andreas WenkProblemfall Rente: Klaus Mendrina (links) stellteVorschläge für eine Reform des Rentensystems vor, Wolfgang Dettmer moderierte.Foto: Andreas Wenk

awen Dissen. „Wir haben viele Dinge gehört, die enden in der Quadratur des Kreises“, resümierte Dissens CDU-Chef Heiner Prell den Vortrag von Klaus Mendrina. Der Vorsitzende der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft im Bezirk Weser Ems hatte zuvor beim CDU-Dämmerschoppen über das Thema Rente referiert.

Der Kapitel-Überschrift im Koalitionsvertrag „Soziale Sicherheit gerecht und sozial gestalten“ hielt Mendrina Versäumnisse und Stillstand entgegen. Die aktuellen Planungen reichten nicht über das Jahr 2025 hinaus, obwohl schon kurz danach die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter drängten.

Mendrina stellte die Rentensysteme in Österreich und Dänemark vor. Im Vergleich dazu schneide die deutsche Rentenversicherung eher bescheiden ab. Vor allem Frauen seien mit die Verlierer des Systems. Familienzeiten und Lohnunterschiede machten aus der Lohnlücke eine „Rentenkluft“.

Entschlossenes Vorgehen der Politik

Immer wieder forderte Mendrina ein entschlossenes Vorgehen der Politik ein. Familienarbeit, Erwerbstätigkeit und Ehrenamt müssten vom Rentensystem als gleichwertig anerkannt werden. Zudem sprach sich Mendrina für ein Rückkehrrecht von Teil- in Vollzeitjobs aus.

Das stieß erwartungsgemäß bei Unternehmern am Tisch auf Widerstand. Für Mittelständler sei das weder finanzierbar noch organisatorisch realisierbar, hieß es.

Unumstritten dagegen die Tatsache, dass mit dem derzeitigen Mindestlohn keine auskömmliche Altersversorgung aufzubauen ist. Mendrina, zugleich im Diözesan-Vorstand der katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), forderte deshalb einen Mindestlohn von 13,44 Euro.

KAB-Rentenmodell

Außerdem präsentierte er ein Rentenmodell, das neben der KAB von zahlreichen weiteren katholischen Verbänden unterstützt wird: Es sieht eine Sockelrente von 515 Euro vor. Dazu kommt eine Arbeitnehmer-Pflichtversicherung. Obendrauf solle es dann eine obligatorische betriebliche Altersversorgung geben, ergänzt durch private Vorsorge.


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