Initiative spricht mit Nordwestbahn Haller Willem: Frühere Züge am Sonntag

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Über Planungen an der Bahnstrecke Osnabrück-Bielefeld sprachen Vertreter von Haller-Willem-Initiative und Nordwestbahn. Foto: IHWÜber Planungen an der Bahnstrecke Osnabrück-Bielefeld sprachen Vertreter von Haller-Willem-Initiative und Nordwestbahn. Foto: IHW

Osnabrück. Frühere Züge an Sonntagvormittagen und Ausweitung der Vertaktung an Werktagsabenden erhofft sich die Initiative Haller Willem (IHW) auf der Bahnstrecke Osnabrück-Halle-Bielefeld. Über diese und weitere Anliegen sprachen die IHW-Mitglieder mit Vertretern der Nordwestbahn (NWB).

Wenn der erste Zug aus Richtung Bielefeld sonntags schon um 9.16 Uhr in Osnabrück ankomme, ermögliche das die verbesserte Nutzung von Freizeitangeboten wie den Dümmer-Bus. Eine Verbesserung würde es auch sein, zusätzliche Züge an Abenden einzusetzen, die dann alle wie tagsüber zur Minute 35 von Hauptbahnhof Osnabrück über Halle Richtung Bielefeld starten könnten. Damit könne dann die derzeitige Standzeit des letzten Zuges aus Bielefeld von 10 Minuten in Halle eingespart werden.

Brückenbau

Vom 16. Juni 2018 bis 14. Oktober 2019 müssen die Haller-Willem -Fahrgäste laut NWB Einschränkungen im Bereich Bielefeld durchstehen. Wegen Brückenbauarbeiten würden in dieser Zeit die Züge zwischen Bielefeld-Hauptbahnhof und Brackwede ausfallen. Zwischen Quelle und Bielefeld-Hauptbahnhof würden Busse als Schienenersatzverkehr (SEV) eingesetzt. Der Umstieg zwischen Zug und Bus sei in Quelle ebenerdig und auf kurzen Wegen möglich und insofern komfortabler als ein Umstieg in Brackwede. Darüber hinaus würden 2019 Modernisierungsarbeiten im Bahnhof Brackwede beginnen, sodass dort Beeinträchtigungen bei einem Umstieg Bahn-Bus nicht auszuschließen seien.

„Für den SEV werden zusätzliche Busse angeschafft und Maßnahmen erarbeitet, damit unsere Kunden immer den richtigen Bus zu finden“, erklärte NWB-Vertreter Pierre Heilborn. Neben dem Haller Willem seien in Bielefeld noch weitere Linien von Einschränkungen betroffen.

Tagesrandlage

In diesem Frühjahr fänden im Bereich Osnabrück ebenfalls Brückenbauarbeiten statt. Im April und Mai komme es mehrfach zu Fahrtzeitanpassungen und teilweise auch zu Zugausfällen mit SEV, dies jedoch nur an einzelnen Wochenenden und in Tagesrandlage.

Unter dem Motto „Haltet durch“ seien die Zugbegleiter, die tagsüber in 31,5 Prozent der Züge und ab 19 Uhr in fast allen Zügen anzutreffen seien, mit kleinen Aufmerksamkeiten für die Fahrgäste ausgestattet, um sich für Geduld und Verständnis zu bedanken.

Pünktlichkeit

Die Pünktlichkeit sei bei zwei Minuten Toleranz im letzten Jahr von 91 auf 85% gesunken. Wenn sich Ausfälle nicht vermeiden ließen, sei schwerpunktmäßig der „Kurzläufer“ zwischen Halle und Bielefeld betroffen gewesen. Ursache seien dabei zu 70 Prozent Stellwerks-, Weichen- und Bahnübergangsstörungen, zu 30 Prozent Fahrzeug und Personal. Die NWB arbeite gemeinsam mit der DB Netz intensiv an einer Verbesserung der Werte. Sie sei sehr an zusätzlichen Fahrzeugführern interessiert, wofür es im Juni wieder einen eigenen Lehrgang gebe.

Verbesserungswürdig ist nach IHW-Auskunft die Verspätungs-Kommunikation mit den Anschlussbussen vor allem in Halle und Dissen. „Wir bieten die Echtzeiten digital an, die Busse können sie nutzen“, erklärte Heilborn. Sache der Aufgabenträger sei es, dass alle Busfahrer diese Möglichkeit nutzen, um sich über eventuelle Verspätungen eines Zuges zu informieren.

Graffiti

Ein Ärgernis ist für die NWB die Beseitigung von Graffiti, für die auf allen Strecken jährlich ein hoher fünfstelliger Betrag aufgewendet werde.

Ende April werde die NWB ihren Standort vom Osnabrücker Stadtwerke-Gebäude an die Franz-Lenz-Straße im Hasepark wechseln und dort dann konzentriert mit 130 Beschäftigten vertreten sein.

Rosenplatz

Ganz grob berechnet sei bereits der Fahrplan mit Halt am Osnabrücker Rosenplatz, womit die IHW in drei bis vier Jahren rechnet. Ihr Ziel bleibt außerdem die Verlängerung des 30-Minuten-Taktes über Bielefeld-Halle hinaus bis Osnabrück.


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