Erbsensuppe in der Menseria Dissener sammeln Müll für die Forschung

Von Petra Ropers

Hoffen auf viele Helfer bei der Müllsammelaktion: Bürgermeister Hartmut Nümann, Derk van Berkum, Geschäftsführer des Lernstandortes Noller Schlucht, und Monika Schotemeier, Leiterin der Pädagogischen Abfallberatung. Foto: Petra RopersHoffen auf viele Helfer bei der Müllsammelaktion: Bürgermeister Hartmut Nümann, Derk van Berkum, Geschäftsführer des Lernstandortes Noller Schlucht, und Monika Schotemeier, Leiterin der Pädagogischen Abfallberatung. Foto: Petra Ropers

Dissen. Dissen krempelt wieder die Ärmel hoch: Am Samstag, 10. März, sind alle Bürger, Vereine, Gruppen und Nachbarschaften eingeladen, sich am alljährlichen Frühjahrsputz in der Stadt zu beteiligen. Der hält diesmal zwei Neuerungen bereit.

Der Lernstandort Noller Schlucht mit seiner Pädagogischen Abfallberatung unter der Leitung von Diplom-Biologin Monika Schotemeier koordiniert im Auftrag der Stadt erneut gemeinsam mit der Awigo die Müllsammelaktion vor Ort. Wie gewohnt können sich Vereine, Gruppen, Familien oder Freundeskreise bis Freitag, 2. März, beim Lernstandort anmelden. Um Müllbeutel in ausreichender Zahl zugeschickt zu bekommen, reicht ein Anruf bei Natascha Thöle vom Lernstandort unter Telefon 05421/93440 oder eine Mail an natascha.thoele@nollerschlucht.de.

Zählstudie zum Littering

Neben der gewünschten Sammelroute sollte dabei auch die Zahl der Teilnehmer angegeben werden. Wer sich spontan auf den Weg machen möchte, der kann am Sammel-Samstag einfach um 9 Uhr zum Schwarzen Platz kommen und erhält dort Müllbeutel, Müllzange und Handschuhe. Auf einer Karte sind zudem alle bereits vergebenen und noch offenen Routen einzusehen. Die vollen Müllbeutel können anschließend zum Schwarzen Platz gebracht oder einfach an die Straße gestellt werden. Dort sammelt ein Team des Lernstandortes sie dann ein.

Doch warum landet eigentlich so viel Müll auf und an den Straßen? Wo konzentriert er sich? Was wird weggeworfen? Und noch wichtiger: Wie lässt sich das sogenannte Littering, zu deutsch: Vermüllen, reduzieren? Diesen Fragen geht das Umweltbundesamt mit einem bürgerwissenschaftlichen Projekt nach, an dem sich auch Dissen beteiligen will. Ein wesentlicher Bestandteil des Forschungsprojektes ist eine Zählstudie. Und dazu können auch die Sammler aktiv beitragen. Nähere Informationen hat Monika Schotemeier beim Start am Schwarzen Platz.

Abschluss in geselliger Runde

Die Leiterin der Pädagogischen Abfallberatung am Lernstandort geht von einer großen Resonanz auf die Zählstudie aus: „Die Teilnehmer an der Müllsammelaktion sind umweltbewusste Menschen.“ Und ihre Zahl steigt seit Jahren stetig an. Dazu trägt auch der gemeinsame Abschluss in geselliger, entspannter Runde bei, der in Dissen schon gute Tradition hat. Zum ersten Mal werfen die Organisatoren dazu allerdings nicht den Grill an. Vielmehr bietet sich gegen 12 Uhr die Gelegenheit, die neue Menseria am Schulstandort zu besichtigen und dort eine deftige Erbsensuppe mit oder ohne Würstchen zu genießen.

Alle Sammler erhalten dafür eine Wertmarke, gesponsert von der Stadt. „Das ist immer eine sehr nette Atmosphäre“, freut sich Bürgermeister Hartmut Nümann bereits auf das Miteinander von Alt und Jung. Er hofft, dass sich möglichst viele Bürger an der Müllsammelaktion beteiligen: „Das wäre ein gutes Zeichen, dass unsere Stadt sauberer wird.“ Mehr aus Dissen im Netz