Musical „Weltwechsel“ in Dissen Einfache Botschaft als aufwendiges Musical in Dissen

Von Christoph Beyer

Über 30 Beteiligte sorgten am Sonntag in den Räumen der freien evangelischen Gemeinde (FeG) Dissen für eine gelungene Musicaldarbietung. Der altbekannte Kampf zwischen Gut und Böse wurde in „Weltwechsel“ spannend in Szene gesetzt.

            
Foto: Christoph BeyerÜber 30 Beteiligte sorgten am Sonntag in den Räumen der freien evangelischen Gemeinde (FeG) Dissen für eine gelungene Musicaldarbietung. Der altbekannte Kampf zwischen Gut und Böse wurde in „Weltwechsel“ spannend in Szene gesetzt. Foto: Christoph Beyer

cby Dissen. Gut und Böse, Licht und Dunkel - bekannte Gegensätze, die in dem Musical „Weltwechsel“ eine wichtige Rolle spielen. Jetzt präsentierte die freie evangelische Gemeinde (FeG) Dissen in ihrem Gemeindehaus das aufwendig in Szene gesetzte Musiktheater.

Stockfinster ist es in dem großen Raum, bis ein fahles Licht die Bühne erhellt. Düstere Gestalten sammeln sich, stoßen Beschimpfungen und Kraftwörter aus und lassen keine Zweifel an ihrer unmoralischen Haltung aufkommen. Der Auftakt von Weltwechsel erinnert nicht von ungefähr an gefährliche Straßengangs. „Räuberwelt“ prangt in großen Lettern über den Köpfen und in genau dieser ist der junge Tom (Aaron Louven) zuhause.

Rau geht es zwischen den Gangmitgliedern zu, die für ihren „alten Herren“ auf Beutezug gehen müssen. Doch Tom hat Glück. Auf der Suche nach Geborgenheit und Verständnis gelingt ihm der Zugang zur „Königswelt“, wo völlig neue Erfahrungen auf Ihn warten und sich der König (Michael Seitz) als gütiger Regent entpuppt.

Aufwendige Bühnendekoration

Die aufwendige Bühnendekoration bildete den passenden Rahmen für die Geschichte, die sich auch als modernes Gleichnis verstehen ließ. Die Musicalvorlage von Theo Eisler hatten die Beteiligten der freien evangelischen Gemeinde zuvor bearbeitet und den eigenen Bedürfnissen angepasst. Über 30 Personen in einer Altersspanne von neun bis 68 Jahren waren in die Vorbereitungen involviert. „Wir haben zunächst in verschiedenen Gruppen geübt und diese dann später zusammen geführt“ berichtete Anja Dreher, Leiterin der Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde. Zusammen mit Ute Gerheim hat sie mit den überwiegend jungen Darstellern das Musical einstudiert. „Eine enorme Leistung“, betonte Uwe Edelstein, Bereichsleiter Öffentlicheitsarbeit der FeG.

Musik spielt eine wichtige Rolle

Neben den schauspielerischen Abschnitten spielte dabei erwartungsgemäß die Musik eine wichtige Rolle. Chorpassagen, Instrumenteneinsatz und Arrangements vom Band wechselten sich ab. „Du bist frei“ lautete etwa einer der Titel, mit dem Tom in der Königswelt begrüßt wird. Doch die enge Bande, die der Junge dort etwa zu einem fürsorglichen Königskind (Mia Heide) knüpfte, war schon bald wieder gefährdet. Die „Räuberwelt“ in Gestalt der Gang nahm ihr ehemaliges Mitglied gefangen. „Hol mich wieder“ hieß es dann sehnsuchtsvoll und der Wunsch sollte nicht ungehört bleiben. Der Sohn des Königs (Simon Brüggeshemke) wurde ausgesandt und brachte Tom schließlich unbeschadet zurück.