Mit Erzählerin Heike Koschnicke Märchenhafter Winterabend in der Stadtbibliothek Dissen

Von Alexander Heim

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Es war einmal in der Stadtbibliothek Dissen ein Märchenabend für Erwachsene, bei dem Erzählerin Heike Koschnicke (rechts) spannende Geschichten vortrug. Daneben: Kerstin Baumann (links) und Christa Kampmeyer vom Büchereiteam.  Foto: Alexander HeimEs war einmal in der Stadtbibliothek Dissen ein Märchenabend für Erwachsene, bei dem Erzählerin Heike Koschnicke (rechts) spannende Geschichten vortrug. Daneben: Kerstin Baumann (links) und Christa Kampmeyer vom Büchereiteam. Foto: Alexander Heim

alhe Dissen. Gemütlich und voll wurde es jetzt bei einem buchstäblich „Märchenhaften Winterabend“ in der Stadtbibliothek Dissen. 50 Interessierte ließen sich von Geschichten verzaubern, die mit den magischen drei Worte „Es war einmal“ beginnen.

Dabei entführte Märchenerzählerin Heike Koschnicke ihre Zuhörer quer über den europäischen Kontinent – und sogar darüber hinaus.

Was Frauen wollen

Groß ist die Zahl derer, die Märchen geschrieben haben. Jacob und Wilhelm Grimm waren nur zwei von ihnen. Der Däne Hans-Christian Andersen (1805-1875) ein anderer bekannter Literat. Doch ihre Erzählungen standen diesmal nicht im Fokus. Märchen aus Island, Lappland, England und sogar Japan hatte die 58-jährige Koschnicke stattdessen für ihre Dissen-Premiere herausgesucht.

Bei gedämmten Licht berichtete die Märchenerzählerin etwa von Ereignissen am Hofe des König Artus. Einer wichtigen Frage sieht der sagenumwobene Herrscher sich in der ausgewählten Geschichte gegenübergestellt: „Was wünschen sich Frauen am meisten?“. Das nämlich möchte eine „hässliche Alte“, die der König beim Ausritt am Wegesrand trifft, enträtselt wissen. Als Pfand verspricht er die Hand seines Neffen, Ritter Gawain.

Stimmgewaltig und gestenreich

Ein großes Unglück also, das er über den jungen Mann aufziehen lässt? Ein Märchen wäre wohl kein Märchen, wenn es sich nicht doch zum Guten wendete. Und so begegnet – ein Hauch von Froschkönig lässt grüßen – der Ritter durch die Tat des Königs schließlich der Liebe seines Lebens. Der Fürst selbst lernt seine Lektion. Denn der größte Wunsch der Frauen ist es, so erfährt König Artus, dass Frauen für sich selbst entscheiden dürfen. Ende gut, alles gut.

Mit viel Spiel in der Stimme und geschickt eingesetzter Gestik ließ Koschnicke die Märchen in den Köpfen ihrer Zuhörer entstehen, die ihr ihrerseits gebannt und mucksmäuschenstill an den Lippen hingen. Immer wieder sorgte mystische Musik für die Überleitungen zwischen den Erzählungen. So berichtete Heike Koschnicke auch gekonnt über das Mysterium der Rauhnächte, der Zeit zwischen 22. Dezember und 6. Januar. Frau Holle spielte dabei ebenso eine Rolle wie etwa der vom Frost gefesselte Donner. Insgesamt sieben Märchen waren es am Ende, über die die Gäste in der Stadtbibliothek in entspannter Atmosphäre staunen durften.

Ritter Rost kommt

Ob weitere Veranstaltungen für Erwachsene geplant seien? Das ließen Christa Kampmeyer und Kerstin Baumann von der Stadtbibliothek zunächst offen. Ein Großereignis für Kinder wirft indes seine Schatten voraus: Am Mittwoch, 14. März, wird die Geschichte um Ritter Rost und Fräulein Bö erzählt. Beginn ist um 16 Uhr.


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