Nitratbelastung bei 30mg/l Brunnen in Dissen liefern mehr Wasser als 2016

Meine Nachrichten

Um das Thema Dissen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Blick auf die Problem-Bohrstelle an der Kroppstraße. Archivfoto: Achim KöppBlick auf die Problem-Bohrstelle an der Kroppstraße. Archivfoto: Achim Köpp

Dissen. Nach Verzögerungen wird der vierte von der Stadt betriebene Brunnen für die Trinkwasserversorgung voraussichtlich Mitte März in Betrieb gehen. Im vergangenen Jahr haben die drei Brunnen eine Gesamtfördermenge von 532.344 Kubikmeter Wasser geleistet, rund 28.000 Kubikmeter mehr als im Vorjahr.

Eine schier unendliche Geschichte ist die Inbetriebnahme des vierten städtischen Brunnens. Bereits vor einem Jahr hatte Zuversicht geherrscht, dort in wenigen Wochen Trinkwasser gewinnen zu können. Vier Monate hatte damals dessen Erschließung gedauert – doch bis heute sprudelt kein Wasser. Kürzlich hatte CDU-Ratsherr Wolfgang Dettmer im Bauausschuss deshalb den ironischen Vergleich mit den Verzögerungen beim Bau von „Stuttgart 21“, dem Neubau des dortigen Hauptbahnhofes der Bahn angeführt. Jetzt soll an der Kroppstraße aber bald gefördert werden. „Ein Zulieferer hatte ein Bauteil nicht liefern können, das jetzt aber Mitte Februar eingebaut werden kann. Im Laufe des März wird dann der Brunnen in Betrieb gehen“, so Fachleiter Heinrich Kocks.

Mehr Wasser

Die drei im Norden der Stadt gelegenen aktiven Brunnen haben im vergangenen Jahr kräftig Wasser geliefert. Im Vergleich zum Jahr davor hat Brunnen I, der sich direkt am Wasserwerk zwischen Schützenstraße und Kroppstraße befindet, deutlich zugelegt und seine Leistung von 147.500 auf 171.750 Kubikmeter gesteigert. Die Brunnen II und III, beide südlich der Straße Im Zitter gelegen, förderten 173.791 und 186.797 Kubikmeter, nahezu die gleichen Mengen wie 2016.

Vertraglich gebunden nimmt die Stadt jährlich mindestens 215.000 Kubikmeter Trinkwasser vom Wasserbeschaffungsverband Osnabrück-Süd ab. 2017 wurden 236.966 Kubikmeter aus dieser Quelle bezogen, im Vorjahr waren das noch 259.509 gewesen. Eigenförderung und Zukauf betragen damit 769.340 Kubikmeter, rund 5000 mehr als 2016 oder so viel Wasser, wie im Schnitt in sechseinhalb Minuten in Köln bei mittlerem Wasserstand durch den Rhein fließt.

Nitratgehalt

Nahezu gleich blieben die Nitratwerte des aus den Brunnen geförderten und bezogenen Trinkwassers. Monatlich gezogene Proben gaben den Anteil des gesundheitsschädlichen, aus der Bodendüngung stammenden Salzes mit einer durchschnittlichen Belastung des Wassers mit 28,1 mg/l bei Brunnen I, 30,5 bei Brunnen II und 32,5 bei Brunnen III an. Der Leitungswert nach UV-Bestrahlung wird mit 30,6 mg/l angegeben. 2016 lag dieser Wert bei 30,4 mg/l. Der gesetzlich erlaubte Grenzwert für die im Frischwasser enthaltenen Anteile an Nitrat liegt bei 50 Milligramm pro Liter. Mehr aus Dissen im Netz


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN