Mehr Kinder mit Förderbedarf Dissen braucht weitere Integrationsgruppe in Kita

Von Petra Ropers

Eine Regelgruppe des Willy-Schulte-Kindergartens soll in eine integrative Gruppe umgewandet werden. Foto: Petra RopersEine Regelgruppe des Willy-Schulte-Kindergartens soll in eine integrative Gruppe umgewandet werden. Foto: Petra Ropers

Dissen. Eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Integrationsplätzen für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf verzeichnet der Willy-Schulte-Kindergarten in Dissen. Für das kommende Kindergartenjahr soll deshalb eine Regelgruppe in eine integrative Gruppe umgewandelt werden. Darauf einigte sich der Sozialausschuss in seiner Sitzung am Dienstag.

Schon jetzt besuchen bei eigentlich nur zwölf Plätzen mit Genehmigung des Kultusministeriums 14 Integrationskinder die Einrichtung. Zum Sommer dieses Jahres ist nach Auskunft der Verwaltung sogar mit 18 Kindern mit erhöhtem Förderbedarf zu rechnen. Durch die Umwandlung einer Regel- in eine integrative Gruppe würde dem Bedarf mit dann 16 Plätzen in etwa entsprochen. Allerdings fallen bei der Änderung zugleich sieben Regelplätze weg.

Rahmenbedingungen

„Wir haben ohnehin mehr Bedarf, als durch die Umwandlung geschaffen wird“, gab Sandra Kundt, Leiterin der Kita Kunterbunt, zu bedenken: Nach aktuellem Stand fehlen – die Änderung in eine integrative Gruppe bereits eingerechnet – insgesamt 17 Regelplätze. Möglichst noch zum nächsten Kindergartenjahr soll deshalb eine zusätzliche Gruppe geschaffen werden. Wo, wie und unter welchen Rahmenbedingungen, das wird noch diskutiert.

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Förderung muss bereitgestellt werden

Für Maren Öynhausen (UWG) gibt es zur Erhöhung der Zahl an Integrationsplätzen ohnehin keine Alternative: „Wenn ein Kind als Integrationskind eingeordnet ist und Förderung braucht, dann muss diese auch bereitgestellt werden.“ Ähnlich äußerte sich laut Verwaltungsvorlage bereits im Dezember auch Martin Römermann vom Fachdienst Soziales des Landkreises in einer Sitzung des Arbeitskreises zur gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung.

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Er wies ausdrücklich darauf hin, dass der Förderbedarf vom Diagnostikteam des Landkreises festgestellt werde. Kinder, die diese Hilfe benötigten, sollten sie auch bekommen, so Römermann. Maren Öynhausen riet darüber hinaus, Dissens Bevölkerungsstruktur insgesamt in den Blick zu nehmen. Der Anteil an Kindern mit Integrationsbedarf sei in Dissen deutlich höher als in anderen Kommunen: „Darüber sollten wir nachdenken.“

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