Hassan Mohsen

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Zuwanderung ist eine Bereicherung für unsere Stadt. Nicht nur die Fachkräfte, sondern auch die Flüchtlinge ohne eine Ausbildung bereichern Delmenhorst

In einigen Stadtteilen schließen die Supermärkte, die Innenstadt verliert ihre Vielfalt an Läden. Viele Bushaltestellen werden nicht mehr bedient. Ärzte ziehen mit ihrer Praxis gen Bremen und Oldenburg. Warum? Stichwort: Demografischer Wandel.

Wir in Delmenhorst werden älter, weniger und jetzt sogar bunter. Und das ist auch gut so. Kommen die Flüchtlinge in die vereinsammten  Randgebiete, kommen auch Kunden, Patienten etc. und bedingt dadurch auch Anbieter verschiedenster Dienstleistungen. Da müssten sich auch jene Herrschaften freuen die auf dem Land wohnen und die gerne AfD, NPD oder CDU/CSU wählen. Denn Zuwanderung nützt auch ihnen.

 Einige meinen tatsächlich, dass die hiesige Infrastruktur der "Flüchtlingsflut" nicht gewachsen sei. Ein Blick auf die Statistischen Jahrbücher der Bundesländer genügt, um diese politische Behauptung zu widerlegen. Bremen hatte z.B. 1970 rund 735.000 Einwohner, heute sind nur noch es 657.000 Einwohner. Die Infrastruktur war auf Bevölkerungswachstum ausgerichtet, heute schrumpft die Bevölkerungszahl. (Fast) in allen Bundesländern gehen die Bevölkerungszahlen zurück.

Das Boot hat noch genug Luft nach oben. Auch Flüchtlinge müssen essen und trinken (höre und staune). Auch Flüchtlinge brauchen Windeln für ihre Kinder, oder Milch für ihren Kaffee, ja sogar Schuhe brauchen Flüchtlinge ab und zu. Kurz: mit den Flüchtlingen kommt auch Leben in unsere Stadt. Alles gut für die Wirtschaft vor Ort. Also: Komma rin.