3500 Kilometer mit dem Rad Friedensfahrt der Guttempler hält in Epe

Von Olaf Christian

Freundlich begrüßt wurden Frank Lindemann (Zweiter von rechts) und Dietmar Klahn (links) in Epe. Foto: Olaf ChristanFreundlich begrüßt wurden Frank Lindemann (Zweiter von rechts) und Dietmar Klahn (links) in Epe. Foto: Olaf Christan

Epe. Auf seiner 3500 Kilometer langen Friedensfahrt machte Frank Lindemann in der letzten Woche auch einen Zwischenstopp in Epe. „Mit der Friedensfahrt möchte ich auf die nicht zu ertragende Situation von Kindern in suchtbelasteten Familien aufmerksam machen“, erklärte der Radfahrer, der sich bei den Guttemplern engagiert.

Dies ist eine Organisation, die sich der Hilfe von Suchtkranken verschrieben hat. Seine Etappentour führt Lindemann von Flensburg, wo im Jahr 1889 die erste Guttemplergemeinschaft auf deutschem Boden gegründet wurde, nach Hofheim am Taunus. Dort findet ab dem 29. Mai ein Festakt zum 125-jährigen Bestehen des Ordens statt. Wie bei einem olympischen Fackellauf will Lindemann Gründungsort und Jubiläumsveranstaltung miteinander verbinden.

Seit dem 23. März ist der Aus Schwerin stammende Guttempler bereits mit dem Fahrrad unterwegs. Er will möglichst viele Guttempler in Deutschland vor Ort erreichen. Nun war Epe das Ziel am Ende einer rund 100 Kilometer langen Etappe der Friedensfahrt.

Hier, wo sich früher ein fester Stützpunkt der Guttempler-Jugend im Hause Bönkemeyer befand, wurde Frank Lindemann mit seinem Mitfahrer Dietmar Klahn aus Lüneburg herzlich in Empfang genommen und bewirtet.

Klahn ist Vorstandsmitglied der niedersächsischen Guttempler und von der Bedeutung der Friedensfahrt überzeugt: „Wir möchten mit dieser Fahrt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auch auf die unverzichtbare Arbeit in der Suchtkrankenhilfe lenken, die vor Ort von so vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräften der Guttempler aber auch der anderen Suchthilfeorganisationen wie Freundeskreise, Blaues Kreuz, Kreuzbund, AA und aller anderen, geleistet wird.“

Im Mittelpunkt des Interesses stehe häufig nur der Suchtkranke selbst, während den Kindern suchtkranker Eltern nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt werde. Da gebe es einen blinden Fleck in der öffentlichen Wahrnehmung.

Bis Bielefeld wird Dietmar Klahn den Hauptakteur der Friedensfahrt, Frank Lindemann, noch begleiten. Dann wechselt der Tourpartner. Die Anzahl der Friedensfahrer schwankt zwischen den einzelnen Etappen. Manchmal ist Lindemann ganz alleine unterwegs, in der Spitze waren es sogar 21 Begleiter. Außerdem verfolgen mittlerweile viele Menschen seinen Weg durch die Republik in Gedanken und via Internet. 3500 Kilometer auf dem Fahrrad, für den Frieden und gegen die Sucht.


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