Monatsberichte zusammengefasst Buch über den CSA-Hof Pente erschienen

Meine Nachrichten

Um das Thema Bramscher Ortsteile Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

<em>Die Monatsberichte</em> vom Penter CSA-Hof sind jetzt als Buch erschienen.Die Monatsberichte vom Penter CSA-Hof sind jetzt als Buch erschienen.

Pente. Großes Interesse findet das Modell einer solidarischen Landwirtschaft, das auf dem CSA-Hof in Pente seit mehr als zwei Jahren erprobt wird. Für alle, die sich für die Idee und die Entwicklung in den ersten 30 Monaten interessieren, gibt es nun die Gründungsgeschichte des CSA-Hofes in Buchform.

„Nachrichten vom Hof - Lichtblicke zwischen Landlust und Landfrust“ ist die Zusammenfassung der ersten 30 Monatsberichte überschrieben. CSA steht für „Community supported agriculture“, also für eine von der Gemeinschaft getragene Landwirtschaft. Das Buch ist Teil des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projektes zur „Erprobung eines innovativen Kommunikations- und Bildungskonzepts für gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft am Beispiel des CSA Hofs Pente “.

Johannes, Martina,Julia und Tobias Hartkemeyer haben ihre Berichte so aufbereitet, dass sie plastisch die Geschichte des Experimentes erzählen. Das große Interesse an den Monatsberichten, die an die Mitglieder der Gemeinschaft verschickt wurden, habe zu dem Buch geführt. Es soll „allen Mut machen, genauer hinzuschauen, was sie in dieser Welt eigentlich leben wollen“, heißt es in der Einleitung. Das Projekt startete am 1. Mai 2011. Aus den 30 Mitgliedern wurden bis jetzt 250 Personen. Bewusst wählten sie den Namen CSA-Hof, um die Fixierung auf den Familiennamen zu lösen und einen regionalen Bezugspunkt zu schaffen.

Der erste Monatsbericht erschien im Dezember 2010. Darin wird unter anderem die Geschichte der Henne „Victoria“ erzählt, die auf der Küchenfensterbank nächtigt, während sich ihre Artgenossen im Stall aufhalten. Auf solche Beschreibungen ländlicher Idylle folgen gleich wieder grundsätzliche Fragen, wie sich die Landwirtschaft entwickeln soll, die beispielhaft anhand anstehender Entscheidungen erläutert werden. Die Frage „Wer isst schon gerne impotente Sonnenblumen, die sich als Weißkohl verkleiden?“ führt zum Problem industrieller Hybridzüchtungen. Denn der CSA-Hof steht vor der Frage, welches Saatgut angeschafft werden soll. Bisher konnte das Saatgut der Kulturpflanzen von jedem weitergezüchtet werden, nun aber übernähmen immer mehr multinationale Konzerne das Geschäft mit Hybridzüchtungen, die sich nicht weitervermehren können. Der CSA-Hof bestellt sein Saatgut am End ebei einem gemeinschaftlichen Unternehmen, „dem Züchter und Vermehrer angehören und das keinem multinationalen Konzern gehört und samenfeste Sorten züchtet“.

So geht es durch die Monate auf dem Hof. Der Lauf des Jahren in der Natur wird beschrieben, ebenso wie agrarpolitische Fragen anhand praktischer Entscheidungen beleuchtet werden. Das Ganze ist nicht abgehoben theoretisch, sondern reich an Anekdoten. Wie der von dem kleinen Ben, der seinen Freunden vom Abholtag der Mitglieder vorschwärmt: „Wir machen jede Woche drei Stunden Urlaub auf dem Bauernhof“.

„Nachrichten vom Hof“ erzählt nicht nur von Tieren, Pflanzen und Problemen, sondern auch von den Menschen, die auf dem Hof arbeiten. Dass dort ein gutes Klima herrscht, verdeutlichen die Rückmeldungen von Mitarbeitern, Praktikanten und Mitgliedern am Ende des Buches. Ein Beispiel: „Wenn du nach harter, lohnender Arbeit suchst, während du mit inspirierenden und warmherzigen Menschen zusammenlebst - Hof Pente ist der Ort“, schreibt ein Besucher aus den USA, der vier Wochen geblieben ist.

Das Buch kann über Books on Demand oder direkt vom CSA-.Hof Pente bestellt werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN