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Zweistellige Millionen-Investition Bierhefespezialist Leiber baut Standort Engter aus

Von Marcus Alwes, Marcus Alwes | 12.03.2016, 09:06 Uhr

Die Leiber GmbH wird ihren Standort in Engter noch einmal baulich erweitern. Erste Arbeiten dazu sollen im April beginnen, bestätigt Geschäftsführer Michael von Laer auf Nachfrage unserer Redaktion.

Investiert werden soll beim Bierhefe-Spezialisten unter dem Strich ein zweistelliger Millionenbetrag. Eine konkrete Summe nannte der Geschäftsführer aber nicht.

Geplant ist – in einem ersten Schritt – die Errichtung einer neuen Halle in Engter, um eine weitere Produktionslinie für die Hefe-Extraktion zu schaffen. Von Laer spricht von „einer Kapazitätserweiterung“, die aus Platzgründen notwendig werde. Vor allem, weil es in den Werksräumen am Firmen-Hauptsitz im Bramscher Hafengebiet „zuletzt zunehmend enger geworden“ sei.

Ausbau und Verlagerung

Wenn diese neue Halle und die zusätzliche Produktionslinie – wahrscheinlich im Sommer 2017 – stehen, sollen zudem auch Maschinen aus der Extraktion und Personal aus dem Stammwerk an den Stadtrand nach Engter verlagert werden. „Dadurch werden wir dort dann sogar zwei Linien haben“, erläutert von Laer. Die dort produzierten Bierhefeprodukte finden anschließend unter anderem Eingang in die Lebensmittel- und die Nahrungsergänzungsmittelindustrie. Am Bramscher Mittellandkanal an der Hafenstraße verbleiben hingegen das Trocknen und Mischen für Produkte aus der Tierernährung sowie Forschungs- und Entwicklungslabore des Unternehmens.

In einer weiteren, zweiten Baumaßnahme in Engter ist zudem die Errichtung eines dritten Sprühturmes geplant. Hier werden die zuvor hergestellten Hefeextrakte noch einmal veredelt und zu Pulversubstanzen getrocknet, anschließend eingelagert und am Ende an die Geschäftskunden verschickt. Mit einem dritten Turm, so Geschäftsführer von Laer, reagiere Leiber auf die Mehrproduktion, die durch die Kapazitätserweiterung zu erwarten sei. Das erste Sprühtrocknungswerk in Engter war im Jahr 2010 errichtet worden. Im März 2014 – eröffnet durch Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies – folgte der zweite Turm. Acht Millionen Euro nahmen von Laer und seine Mitstreiter damals als Investitionssumme in die Hand.

Auch ein dritter Sprühturm

Seitdem hat die Leiber GmbH konsequent die Möglichkeit genutzt, auch ihre Grundstücksflächen nahe der Landestraße 78 in Engter noch einmal spürbar zu erweitern. Diese Zukäufe machen nun die erneute bauliche Ausdehnung möglich. Eine Expansion, die die Stadt bereits vor einem Jahr durch Wirtschaftsförderer Klaus Sandhaus für „gut und wünschenswert“ erklärt hatte. 

Etwas mehr als 200 Menschen arbeiten aktuell an den Leiber-Standorten im Hafen und in Engter sowie den beiden Tochtergesellschaften in Polen (Krosniewice) und Russland (Kaluga). Das Unternehmen wurde 1954 in Damme gegründet. Seit 1989 ist Bramsche der Hauptsitz.