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Zur Wiedereröffnung Bunter Nachmittag in Bramscher Stadtbücherei

Von Judith Perez | 12.02.2017, 09:17 Uhr

Mit einem bunten Nachmittag für alle hat die Bramscher Stadtbücherei ihre Wiedereröffnung gefeiert. Die hellen Räume strahlten nicht nur in neuem Glanz, sondern füllten sich auch wieder mit Leben. 

Natürlich ging es auch um‘ s Lesen. In einer der neuen gemütlichen Lese-Ecken wird gerade vorgelesen. „Ella und ihre Freunde“ von Timo Parvela liegt in den Händen von Petra Nannen. Oma, Opa, Mama, Papa und einige Kinder lauschen gebannt der Geschichte. Je nach Alter der Kinder wählt Petra Nannen ein passendes Buch aus. „Bei den Kindergartenkindern kommen die ‚Olchis‘ immer noch sehr gut an“, weiß sie. An diesem Nachmittag geht es in der modernisierten Bücherei aber um weit mehr als um das Ausleihen oder Zurückgeben eines Buches. Die neuen Lese-Ecken, gemütlichen Nischen mit roten Sitzmöbeln, das kostenlose WLAN und die hellen, freundlichen Räume zeigen, dass es ein Ort geworden ist, an dem man sich gerne aufhält.

Ganz in Ruhe

Im Bereich der Gesellschaftsspiele sitzt eine ältere Dame und spielt mit ihrer Enkelin ein Spiel - zwar im Mantel, aber ganz in Ruhe. Direkt gegenüber kann man an einem Glücksrad drehen und ein Buch oder ein paar Gummibärchen gewinnen. Der elfjährige Henri mit schwarzem Zylinder auf dem Kopf, betreut die Aktion. Er selbst liest und leiht sich zurzeit gerne Comics aus. „Die Bücherei ist nun viel moderner“, findet er.

Heller und aufgeräumter

Auch Stefanie Link aus Bramsche kann sich vorstellen, dass die neuen Räumlichkeiten zu mehr Aufenthalt anlocken. „Wesentlich aufgeräumter und heller“ erscheinen ihr die Räume nun. Mit ihren Söhnen Jonas und Constantin hat die Familie seit drei Jahren einen Leseausweis. Der fünfjährige Jonas hat gerade Hörspiel-CD‘ s für sich entdeckt. „Die darf er immer abends vor dem Einschlafen hören“, erzählt Mutter Stefanie. Der einjährige Bruder Constantin findet eine große Auswahl an Bilderbüchern vor. Er ist Pferdefan und hat gleich etwas Passendes entdeckt. Ganz in seinen Bann gezogen hat die beiden allerdings der extra engagierte Zauberer Bruno Beat. Er schafft es gekonnt, Groß und Klein in seinen Bann zu ziehen und Spielkarten, Tücher und andere Utensilien her und wieder weg zu zaubern.

Nannen dankt Team

Neben diesen besonderen Attraktionen geht der normale Bücherei-Alltag munter weiter. Rosemarie Neumann und Eveline Thies halten am Empfangstresen die Stellung. Sie scannen, tippen und sortieren ein. „Wir müssen uns erst an die andere Struktur gewöhnen. Bücher sind nun nach Schlagwörtern und nicht mehr alphabetisch geordnet. Außerdem arbeiten wir am Computer nun von rechts nach links. Vorher war es andersherum“, erklärt Thies, die seit 31 Jahren in der Bücherei arbeitet. Beide finden die Modernisierung sehr gelungen. Günter Nannen ist seinen Mitarbeiterinnen sehr dankbar, dass sie dafür gesorgt haben, dass nach dem Umbau alles wieder schnell in geordneten Bahnen laufen konnte. Er freut sich über ein so „tolles Team“.