Ein Artikel der Redaktion

Zum 1. August 2018 Stefanie Miletic wird neue Schulleiterin in Achmer

Von Hildegard Wekenborg-Placke | 20.04.2018, 18:58 Uhr

Was vielerorts große Probleme bereitet, klappt in Achmer völlig reibungslos: der Stabwechsel an der Spitze der Grundschule. Zum 1. August 2018 löst Stefanie Miletic Renate Settelmeier ab, die in Ruhestand geht.

„In Achmer haben wir wirklich schon eine Lösung“, sagte Bianca Schöneich, die Sprecherin der Landesschulbehörde vor einigen Tagen auf Nachfrage. Diverse Schulleiterposten standen seit geraumer Zeit oder stehen im Raum Bramsche demnächst zur Wiederbesetzung an. Mit Dorte Hierse wurde für die Bramscher Hauptschule nach Monaten mit einer kommissarischen Leitung eine neue Chefin gefunden, nachdem Sandra Castrup zu Schuljahresbeginn zur Landesschulbehörde gewechselt war. Hierse kommt aus dem Kollegium, genau wie Miletic in Achmer. Und in beiden Fällen, so berichten die neuen Schulleiterinnen, kam die Ermunterung, sich zu bewerben, von den Kolleginnen und Kollegen. Lange Zeit waren solche internen Lösungen eigentlich eher selten. Die Behörden bevorzugten externe Lösungen.

„Eine Schule, in der sich alle wohlfühlen“

In Achmer haben die jetzige Schulleiterin und ihre Nachfolgerin ausreichend Zeit gehabt, den Stabwechsel vorzubereiten. Miletic ist seit mehreren Jahren an der Bühner-Bach-Schule tätig. „Es hat sich einfach so entwickelt“, begründet die gebürtige Münsteranerin, die dort auch studiert hat, den Schritt in die Führungsposition. Nach dem Studium absolvierte sie das Referendariat in Lotte-Büren und unterrichtete anschließend an der Grundschule in Belm-Powe. 2011 wechselte sie dann an die Grundschule in Achmer. Im Februar 2018 legte Miletic die Schulleiterprüfung ab und wusste dabei offenbar zu überzeugen. „Man bereitet sich schon intensiv vor, aber man muss neben dem Fachlichen in erster Linie auch zeigen, dass man die Arbeit gern macht“, sagt sie. In die Zukunft blickend, ergänzt sie designierte Schulleiterin: „Die Bühner-Buch-Schule ist eine Schule, in der sich alle wohlfühlen und ich möchte, dass das so bleibt“. Die organisatorische Mehrarbeit schrecke sie keinesfalls ab: „Das ist etwas, was ich sehr gern mache. Ich freue mich darauf“.

Für Renate Settelmeier geht am 31. Juli 2018 eine 27-jährige Zeit als Leiterin der Grundschule zu Ende, die in Spitzenzeiten mehr als 170 Schüler hatte, durchgängig zweizügig war und noch eine Vorklasse hatte. Heute sind es nur noch 85 Kinder, die Vorklasse wurde abgeschafft, nur noch der vierte Jahrgang ist zweizügig. Bevor Settelmeier am 1. August 1991 nach Achmer kam, hatte sie ein Studium für Grund- und Hauptschule absolviert. Erste Station der jungen Lehrerin war Voltlage, dann folgte gleich die Schulleiterstelle in Achmer. „Ein ganz einfaches Leben“, blickt sie lächelnd zurück. „Es war mir immer wichtig, dass die Schule eine Stellung im Ort hat. Ich habe immer versucht, gute Kontakte zu den örtlichen Vereinen und Verbänden und auch zur Kirche aufzubauen“, sagt sie. Begünstigt werde dies natürlich durch die günstige Lage der Schule in unmittelbarer Nähe zu Sportverein und DGA.

Naturverbundenheit fördern

Wichtig sei ihr während dieser Zeit gewesen, die Naturverbundenheit der Kinder zu fördern und ihnen das Rüstzeug für ein gesundes Leben zu vermitteln. Der erste Punkt findet seinen Niederschlag unter anderem im Namen der Schule, die nach dem benachbarten Bühner Bach benannt wurde. Regelmäßig erkunden die Jungen und Mädchen das Gewässer und alles, was darin lebt, sie beteiligen sich an Müllsammelaktionen. Erst vor kurzem wurde ein Schulwald neu angelegt, der bei gutem Wetter als grünes Klassenzimmer dient.

Die Grundschule in Achmer ist seit Jahren als sportfreundliche Schule zertifiziert und beteiligt sich ebenfalls seit geraumer Zeit am Projekt Klasse 2000, das Sport und gesunde Lebensweise vereint. Die Kinder erwerben den Ernährungsführerschein. Die Schule nimmt am Schulobstprogramm teil und regelmäßig gibt es ein gesundes Frühstück. Großgeschrieben werde auch der enge Kontakt mit den Eltern, sagen Miletic und Settelmeyer.

„Wenn sich die Kinder wohlfühlen, können sie auch gut lernen“, fasst Settelmeyer zusammen. Miletic ergänzt: „Wir wollen die Kinder selbstständig werden lassen und sie sollen selbstständig werden dürfen“

Während die Nachfolge in Achmer geklärt ist, wurden oder werden die Rektorenposten an der Martinusschule und der Grundschule Hesepe zum wiederholten Male neu ausgeschrieben. Es seien bislang keine geeigneten Bewerber gefunden worden“, so die Sprecherin der Landesschulbehörde.