Ein Artikel der Redaktion

Wirtschaftsplan vorgelegt Bramscher Klärwerk spart 60000 Euro Strom im Jahr

Von Heiner Beinke | 24.11.2017, 19:53 Uhr

Einstimmig hat der Betriebsausschuss des Abwasserbeseitigungsbetriebes Bramsche (ABB) dem Wirtschaftsplan 2018 zugestimmt. Er sieht bei Investitionen von 1,16 Millionen Euro keine Kreditaufnahme und einen Gewinn von 122000 Euro vor.

Der ABB ist ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Bramsche, der Betriebsausschuss ein Gremium des Stadtrates mit Bürgermeister Heiner Pahlmann als Vorsitzendem. Bei der Sitzung am Mittwoch im Rathaus erläuterte Jürgen Brüggemann als Geschäftsführer der Stadtwerke und des ABB die Pläne für das nächste Jahr.

Im nächsten Jahr wird die große Umrüstung des Klärwerks beginnen. Das erste Belebungsbecken bekommt eine neue Belüftungsanlage. 250000 Euro investiert der ABB, dazu kommen Mittel der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank), die das Gesamtprojekt mit rund 460000 Euro fördert. Brüggemann rechnet mit einer jährlichen Stromersparnis von 60 000 Euro durch die neue Belüftungsanlage, die zudem den Ausstoß an Kohlendioxid reduziert.

Für den Kanalbau sind 665000 Euro eingeplant, um zum Beispiel neue Baugebiete an die Kanalisation anzuschließen. Über die Erschließungsbeiträge werden diese Ausgaben weitgehend refinanziert.

Leitung für Leiber

Kosten in Höhe von 50000 Euro werden für ein besonderes Zukunftsprojekt eingeplant, wie Betriebsleiter Thomas Schulte erläuterte: Weil die Firma Leiber Bierhefe im Industriegebiet Engter schon heute einen beträchtlichen Anteil des Bramscher Abwassers zur Kläranlage liefere und noch einmal „mächtig erweitern“ will, plant der ABB den Bau einer eigenen Druckrohrleitung für diesen Betrieb. Der Bau werde dann auch eine Entlastung für die Entwässerung des Lutterdamms bringen, betonte Schulte. Das Unternehmen werde zu Kostenbeteiligung herangezogen, bekräftigte Schulte auf Nachfrage aus dem Ausschuss.

Geld von Amazone

Auf der Einnahmeseite ist der größte Einzelbeitrag der sogenannte „Baukostenzuschuss“ von Amazone in Höhe von 1,19 Millionen Euro. Diese erste Zahlung sei Ende 2018 fällig, berichtete Brüggemann.

Der Abwasserbeseitigungsbetrieb hat 16 Beschäftigte, von denen vier im Rathaus tätig sind und zwölf auf der Kläranlage.