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„Warum nicht die ganze Bank?“ Laut und Laise feiert Premiere 2015 in Engter

Von Holger Schulze | 09.11.2015, 14:30 Uhr

Der Saal im Gasthof Bei der Becke in Engter war gut gefüllt, als es am Sonntagnachmittag Bühne frei hieß für „Warum klauen wir nicht die ganze Bank“. Die Akteure des Laienspielkreises Laut & Laise konntne mit der Publikumsresonanz bei der Premiere gut zufrieden sein.

Begrüßt von Carsten Fuchs als Campingplatzhausmeister bekam das Publikum zu Beginn erst einmal präzise vorgerechnet, wie viele Pausen es beim Dreiakter geben würde. Dann aber ging dem lungenkranken Facility Manager schon die Luft aus und der Vorhang gab den Blick auf drei Wohnwagen als Zentrum der Bühne frei. 

Das Leid der Camperfrauen

Das Leid der Camperfrauen Luise, Anita und Sabine (Kerstin Fuchs, Esther Gerbes und Vanessa Bockstiegel) neben schnarchenden Männern eröffnete die Komödie von Jonas Jetten. Aber auch deren Männer Markus, Dieter und Waldemar, gespielt von Guido Grosse Sextro, Thorsten Hüpel und Denis Fürst, hatten es nicht leicht mit besseren Hälften. Selbst beim Frühstückmachen wurden die Herren der Schöpfung von ihren Frauen auf Eigeninitiative verwiesen.

Aufgelockert wurde das Männertrio durch Rüdiger, eine homosexuelle Quasselstrippe, mit gekonntem Hüftschwung in Hotpants dargestellt von Jan-Paul Knölker. Fehlen noch Marion und Christian, ein frisch verliebtes Paar, gespielt von Bianca Meding und Daniel Gerbes, und die Besetzung ist komplett.

Jäh unterbrochen wird die Urlaubsidylle, als der Kurs von Aktien, die Markus, Dieter und Waldemar unter Einsatz ihres gesamten Vermögens erworben hatten, einen 99 prozentigen Absturz hinlegt. Geld futsch, Frauen weg, so schnell kann der Traum vom Reichtum sich in das Gegenteil verkehren. Aber die Herren sind ja pfiffig und beschließen, sich das Geld durch einen Banküberfall zurückzuholen. Da trifft es sich gut, dass ihre Hausbank den Geschäftsbetrieb wegen Umbauarbeiten vorübergehend in einen Wohnwagen verlegen musste. Im Handstreich wird die Bankangestellte Bianca Meding alias Marion mit Lachgas betäubt und die ganze Bank im Wohnwagen geklaut. Doch damit fangen die Probleme erst richtig an.

Aus dem Häuschen

„Warum klauen wir nicht die ganze Bank“ ist ein Schwank, in dem Laut & Laise darstellerisch so richtig aus dem Vollen schöpfen kann. Das wird auf Kölsch parliert. Lachgas lässt Denis Fürst in seiner Rolle als überdrehter Sänger so richtig aus dem Häuschen geraten und mehr als nur einmal -pardon- herzhaft gefurzt wird zwischendurch auch.

Einschließlich des professionellen Kulissenbaus hat der Laienspielkreis ein Stück auf die Bühne gebracht, das sich sämtliche Lacher und erst recht den Schlussbeifall redlich verdient hat. Gut ausgewählt, gelungen gemacht, gekonnt gespielt und zum Schluss natürlich mit einem Ende gut, alles gut versehen entließ der Banküberfall aus Engter das Publikum bestens unterhalten in den Abend.

Der Premiere folgen drei weitere Aufführungen im Kino Universum in Bramsche. Jeweils ab 19.30 Uhr wird am Donnerstag 12., Freitag, 13. sowie Samstag, 14.November nochmals die ganz Bank geklaut.

Karten sind im Familienzentrum Grüner Brink, bei Sport Reese, in der Johannis-Apotheke sowie bei Elektro-Borgerding in Engter und an der Vorverkaufsstelle im Kino Universum erhältlich.