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Wahl Sportler des Jahres Bramscher Kanute eine Saison ungeschlagen

Von Sascha Knapek | 12.06.2018, 12:33 Uhr

Zum dritten Mal werden Bramsches Sportler des Jahres gewählt. Bis Mitte Juni stellen wir die Kandidaten vor. Heute ist der Kanute Thomas Freese an der Reihe.

Thomas Freeses Wettkampfjahr 2017 lässt sich leicht zusammenfassen: Jedes Rennen, an dem der 41-Jährige teilgenommen hat, konnte er gewinnen. Ob bei den Landeskurzstreckenmeisterschafen in Göttingen, der Langstreckenmeisterschaft in Hannover oder den Norddeutschen Meisterschaften in Hamburg, der Bramscher hat über die 200-, 500-, 1000- und 5000-Meter-Distanzen eine ungeschlagene Saison hinter sich.

Drei deutsche Meistertitel

Auch beim Höhepunkt, den Deutschen Meisterschaften (Masters) in Wiesbaden, verwies Freese seine Konkurrenten in der Altersklasse Senioren B auf die Plätze. Der Hasestädter startete dort auf drei Strecken (200, 1000, 5000 Meter) und stand am Ende dreimal ganz oben auf dem Siegerpodest. „Mein großes Ziel waren die Masters. Dafür habe ich noch mehr und noch spezieller trainiert“, erinnert sich der Familienvater, der sein Hauptaugenmerk auch im Jahr 2018 wieder auf die nationalen Titelkämpfe ausgerichtet hat.

Mit sechs Jahren saß Freese zum ersten Mal in einem Kanu. „Beim Fußballtraining habe ich schnell gemerkt, dass das nichts für mich ist. Mit einem Paddel in der Hand und auf dem Wasser lief es sofort besser“, erinnert sich der Bramscher an den Beginn seiner Laufbahn als Kanute.

20 Jahre Pause

Zehn Jahre lang hat Thomas Freese den Sport leidenschaftlich betrieben und es mit 15 sogar in den Juniorennationalkader geschafft. „Mit 16 hatte ich dann keine Lust mehr und habe aufgehört“, erzählt der Inhaber eines Tattoo-Studios, der in der Folge 20 Jahre lang nicht in einem Kanu saß.

Aufgeflammt ist seine alte Liebe dann 2013 im Rahmen eines Drachenbootrennens in Bad Essen. „Die Kanuabteilung des TuS hat alte Aktive gefragt, ob sie nicht mitmachen möchten. Das war zwar kein Kanurennen, aber danach war mein Wettkampfgeist wieder geweckt“, verrät Freese, der sich zwei Monate später die Deutschen Kanumeisterschaften als Zuschauer angesehen, und sich daraufhin sofort ein neues Kanu bestellt hat.

Konkurrenzlos

Mittlerweile ist der Name des Bramschers in der deutschen Kanu-Szene ein Begriff, das untermauern nicht nur seine drei Goldmedaillen bei den Deutschen Meisterschaften. „Durch seine sportlichen Leistungen hat Thomas bewiesen, dass er in seiner Altersklasse in Norddeutschland konkurrenzlos ist“, bescheinigt Trainer Heino Caje seinem Schützling. „Thomas ist ehrgeizig, zielstrebig und setzt das vorgegebene Training kompromisslos um.“

Seinen Tagesablauf hat der 41-Jährige komplett auf den Sport abgestimmt. Acht Mal trainiert Freese, der direkt über dem Bootshaus der TuS-Kanuten wohnt, pro Woche und bleibt dabei jeweils eine bis eineinhalb Stunden auf dem Wasser. Hinzu kommen Lauf- und Krafttraining. „Im Schnitt sind es pro Tag zwei bis drei Stunden Training“, erzählt der Kanute.Titelverteidiger

„Nachdem Thomas Freese im vergangenen Jahr zu Bramsches Sportler des Jahres gewählt wurde, war er in den darauffolgenden zwölf Monaten noch erfolgreicher. Im August wird er für Deutschland an den Weltmeisterschaften in Portugal teilnehmen. Keine Frage für die Jury, diesen Sportler erneut zu nominieren“, begründet der Vorsitzende des Bramscher Sportverbandes, Christian Kuhlmann, Freeses Nominierung.