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„Vergiss Mein Nicht“ für Kinder Verwaiste Eltern stellen in Ueffeln den Museumskoffer vor

Von Steffen Menkhaus | 19.03.2017, 19:34 Uhr

Das Ueffelner Gemeindehaus war Schauplatz einer Fortbildung, in dessen Mittelpunkt der Museumskoffer „Vergiss Mein Nicht“ stand. Veranstaltet wurde diese von den Verwaisten Eltern Osnabrücker Nordland.

Hierbei handelt es sich um eine Selbsthilfegruppe unter dem Dach des Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. (VEID), die in Ueffeln auch regelmäßig Gruppenabende für Eltern und Geschwister anbieten, die um ihre verstorbenen Kinder oder Brüder und Schwestern trauern.

Der in Ueffeln vorgestellte Museumskoffer ist eine didaktische Einheit zu den Themen Sterben und Tod, Bestatten, Trauern und Erinnern. Er wurde für Vorschul- und Grundschulkinder entwickelt, kann aber auch für den Konfirmations- oder Firmunterricht eingesetzt werden. Der Koffer ist bei der Diözesanmedienstelle Osnabrück ausleihbar.

Für Vorschul- und Grundschulkinder entwickelt

Im Gemeindehaus hatten sich 40 Teilnehmer versammelt, um Näheres zum Museumskoffer und den Umgang damit zu erfahren. Stephan Hadraschek (VEID) war aus Berlin angereist um diesem Wunsch nachzukommen, darüber hinaus begleiteten Ute Elbers, Marita Olding und Vanessa Wübbelmann von den Verwaisten Eltern Osnabrücker Nordland die Veranstaltung. Bundesweit gebe es derartige Museumskoffer bereits seit zehn Jahren, berichtet Hadraschek. Er sei aufgrund von Anfragen von Schulen und Kindergärte entwickelt worden, die nach einer Möglichkeit suchten, Themen wie Tod und Trauer zu behandeln. „Die Basis des Koffers bildet ein Handbuch, welches insgesamt vier Aspekte abdeckt: Sterben und Tod, Bestatten, Trauern und Erinnern“, so Hadraschek. Ebenfalls enthalten sei ein Curriculum zur Nutzung des Koffers im Unterricht.

Mit der Fortbildung Mut machen, sich den Themen zu stellen

„Kinder haben das Bedürfnis, über derartige Themen zu sprechen“, macht Hadraschek deutlich, „und sie gehen sehr gut damit um.“ Nichtsdestotrotz hänge auch viel von den Lehrern und Lehrerinnen sowie von den Erzieherinnen in Kindergärten ab. Denen wolle man mit der Fortbildung Mut machen, sich den Themen zu stellen, so Ute Elbers. Schließlich hätten auch viele Kinder schon erste Erfahrungen mit dem Tod gemacht, beispielsweise wenn Großeltern sterben. „Auch der Tod eines geliebten Haustieres kann der Anlass zur Auseinandersetzung mit dem Thema Sterben sein“, so Hadraschek weiter.

Der Museumskoffer biete daher die Möglichkeit zu einer solchen Auseinandersetzung, dient aber gleichzeitig auch als Vorbereitung auf reale Ereignisse im Zusammenhang mit dem Thema Tod, wie Vanessa Wübbelmann erwähnt. Zudem sei weiter ergänzendes Material für interessierte Pädagogen auch bei den Verwaisten Eltern erhältlich.

Weitere Informationen zur Arbeit der Verwaisten Eltern Osnabrücker Nordland gibt es unter http://www.veid-os-nordland.de