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Überlegungen zu einem Verwaltungsneubau Kauft Bierhefe-Spezialist Leiber weitere Fläche in Engter?

Von Marcus Alwes, Marcus Alwes | 07.06.2018, 20:36 Uhr

Der Bierhefe-Spezialist Leiber will mittel- und langfristig am Standort in Bramsche-Engter weiter wachsen. Unter anderem durch einen Flächenerwerb und den Neubau seiner Verwaltung. Das hat Geschäftsführer Michael von Laer erklärt.

Über das besagte Gelände, das augenblicklich noch Ackerland hinter der Nachbarfirma Heytex ist und bei einer Größe von 2,4 Hektar bis an die L78 heranreicht, gibt es nach Informationen unserer Redaktion seit geraumer Zeit Gespräche mit der Stadt Bramsche – jedoch noch keinen abgeschlossenen Kaufvertrag. Die Verhandlungen führt auf Seiten der Kommune der städtische Baudirektor Hartmut Greife.

Somit nannte Leiber-Geschäftsführer von Laer während eines Besuches von CDU-Ortspolitikern zu den mittelfristigen Erweiterungsplänen in Engter auch keine näheren Details zu dem Vorhaben, ließ die Gäste jedoch wissen, dass eine Verlagerung der bisherigen Firmenverwaltung aus dem Hafengebiet nach Engter das Ziel sei. Am Standort Mittellandkanal (neben den Firmen Nexans und Essex) solle dann lediglich das Trocknungs- und Mischwerk für Tierernährungsprodukte verbleiben.

Aktuell mehr als 200 Beschäftigte in Bramsche, Polen und Russland

Aktuell, so von Laer, beschäftige der international agierende Spezialist für Bierhefeprodukte und Hefeextrakte rund 175 Menschen an seinen beiden Standorten in Bramsche. Rund 60 bis 70 davon in Engter. Hinzu kommen etwa 40 Beschäftigte insgesamt in den beiden Niederlassungen in Krosniewice in Polen und in Kaluga in Russland (etwas südlich von Moskau). Die 1954 ursprünglich in Damme gegründete Leiber Gmbh, die Kunden in mehr als 40 Ländern beliefert, habe am Markt jedoch mächtig zu kämpfen, um geeignete Facharbeiter zu finden, stellte der Geschäftsführer heraus – obwohl das Unternehmen „Biotechnologie vom Feinsten“ biete und auf seinem Gebiet einer der Weltmarktführer sei. Hier mache sich der allgemeine Fachkräftemangel in der deutschen Wirtschaft eben auch in Bramsche bemerkbar.

Dritter Sprühturm ist unlängst fertiggestellt worden

Unlängst fertiggestellt wurden in Engter die circa 25 Millionen Euro teuren Erweiterungsarbeiten – inklusive Labor und Technik für die Bierhefe-Extraktion. In einem letzten Schritt sei dabei der inzwischen dritte Sprühtrocknungsturm in Betrieb genommen worden, teilte Michael von Laer den anwesenden Christdemokraten mit. Die erste dieser drei Anlagen war im Jahre 2010 gebaut worden, der zweite Sprühturm in 2014 in den Einsatz gegangen. Die umfangreichen Ausbauarbeiten nahe der L78 gelten dabei ebenso als Bekenntnis der Firmenleitung zum Standort Bramsche wie die Pläne bzw. Überlegungen zu einem Flächenkauf und zu einem neuen Verwaltungsgebäude