Ein Artikel der Redaktion

Tag der offenen Tür Realschule Bramsche präsentiert sich sehr lebendig

Von Heiner Beinke | 11.03.2016, 19:44 Uhr

„Die Realschule Bramsche lebt“. In diesem einen Satz fasste Schulleiter Norbert Szczepanek sein Fazit vom Tag der offenen Tür an der Malgartener Straße am Freitag zusammen. Die vielen angehenden Schüler und Eltern, die das Angebot inspizierten, dürften diesen Eindruck auch mitgenommen haben.

22 Stationen

Insgesamt 22 verschiedene Stationen hatte die Schulgemeinschaft vorbereitet. Die Französisch-AG war mit einer Informationstafel und einem kleinen Theaterstück zur Einführung in die französische Sprache ebenso dabei wie die jungen Programmier-Spezialisten der „Robotiks“-Gruppe , die Schulbücherei oder die Konfliktlotsen. Begrüßt worden waren die Gäste durch die Bläsergruppe der Schule. Insgesamt gab es den bunten Querschnitt durch das Schulleben, den sich Hans-Ulrich Schmidt als Koordinator des Angebotes gewünscht hatte.

Zukunftssorge

Im großen Computerraum, in dem Burkhard Priesnitz eigentlich das eigene Schulnetz der Realschule vorstellen wollte, entwickelte sich dabei schon kurz nach Beginn der Veranstaltung ein Gespräch, wie es sich an diesem Nachmittag wohl öfter entwickelt haben dürfte: Eine Mutter outete sich als „Fan der Realschule“ und beklagte, dass sie nicht wisse, wie es mit der Realschule in Bramsche weitergehen soll.

„Ich habe gelesen, dass die fünfte Klasse jetzt erst noch hier aufgenommen werden, im nächsten Jahr aber woanders untergebracht werden soll. Stimmt das?“, fragte sie Priesnitz und Schmidt. Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat ist das nicht so einfach zu beantworten. Fest stehe aber, so Schmidt, „dass Ihr Kind auf alle Fälle die Realschule bis zum Abschluss besuchen kann“. Ob an der Malgartener Straße, als Außenstelle der Realschule im Gebäude der Hauptschule oder nach einem Umzug der ganzen Realschule an der Jägerstraße müsse die Zukunft zeigen. Burkhard Priesnitz erinnerte daran, dass im Herbst Kommunalwahlen seien. „Sehen Sie sich die Aussgaben der Parteien zu dem Thema genau an“, empfahl er. Die „ganz schwierige Schulwahl“ verunsichere viele Eltern, meinte die Mutter. „Viele glauben, es gäbe nur noch die IGS“, sagte sie.

Weiterlesen: Tag der offenen Tür bei der IGS Bramsche 

Tierische Stars

Dass die Realschule aber noch „lebt“ zeigten Schüler und Lehrer mit ihrem breiten Angebot eindrucksvoll. Die Stars beim Publikum waren allerdings Tiere: Die Stabheuschrecken aus schuleigener Zucht waren stets umlagert. Eine Mutter bekam ihren Sohn kaum wieder raus aus dem Biologieraum. „Du kannst da nachher noch einmal wieder hin, wenn wir nachher einen Kaffee trinken gehen“, versprach sie ihrem Filius. Die Realschule scheint mindestens einen Fan mehr gewonnen zu haben.