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Suppe aus der Feldküche Der „Suppen-Prinz“ ist neu auf dem Bramscher Markt

Von Björn Dieckmann | 01.04.2016, 18:03 Uhr

„Futtern wie bei Muttern“ heißt es ab sofort auf dem Bramscher Wochenmarkt: Robert Lohrer bietet dort jetzt immer wieder freitags Erbsensuppe aus der Feldküche an.

Genau an seinem 50. Geburtstag feierte Lohrer seine Premiere auf dem Bramscher Marktplatz – ein doppelter Grund zu feiern. Und auch die Geschäfte liefen gleich am ersten Tag ganz gut an. „Für den Anfang ist das schon ganz gut“, freute sich Lohrer kurz vor Mittag. Das Interesse an einer heißen Suppe aus der Feldküche sei bei den Bramschern auf jeden Fall vorhanden. Noch allerdings müsse es erst noch bekannt werden, „dass es hier jetzt auch einen gibt, der warmes Essen serviert – da bin ich hier der Erste“, setzt der Neuling auf die marktübliche Mundpropaganda. Mancher Passant habe richtig bedauert, vor dem Gang über den Markt schon ausgiebig gefrühstückt zu haben. „Da passt dann keine Suppe mehr rein, das kann ich schon verstehen“, lacht Lohrer.

Ein typischer Rheinländer

Frohen Mutes ist er an seine neue Aufgabe herangegangen – typisch für einen gebürtigen Rheinländer. Dort stammt Lohrer ursprünglich her. Wenn er spricht, ist seine Herkunft auch heute noch deutlich zu erkennen. Und so ist es auch kein Zufall, dass er mit seiner „Mimi“ getauften Feldküche nun als „Suppen-Prinz“ unterwegs ist. Seiner Heimat hat Lohrer allerdings schon vor längerer Zeit den Rücken gekehrt, heute lebt er in Minden-Lübbecke. Erfahrung mit Wochenmärkten hat er da bereits gesammelt. „Die letzten 12 Jahre habe ich am Obststand gearbeitet“, berichtet Lohrer.

Lust auf etwas Neues

Nun habe ihn aber die Lust gepackt, etwas Neues anzufangen. Und da „behauptet wird, dass ich gut kochen kann“, wie Lohrer mit Understatement sagt, war die Richtung schnell klar. „Ich hatte erst überlegt, einen Imbiss aufzumachen. Aber Pommes machen, das kann jeder“, meint Lohrer. So fiel die Wahl darauf, künftig mit einer Feldküche die Wochenmärkte in der Region zu bereisen.

Der Kontakt nach Bramsche war dabei schnell hergestellt: Robert Lohrer ist der Lebensgefährte von Silke Toppmöller, die seit knapp einem Jahr bereits ostdeutsche Wurstwaren auf dem Marktplatz anbietet . Neben ihrem Verkaufswagen hat jetzt auch Lohrer seinen Platz gefunden – und hegt bereits Expansionspläne: „Ich will noch auf weiteren Wochenmärkten Fuß fassen, beispielsweise in Osnabrück am Dom“, hat er sich vorgenommen. Auch Straßen- oder Stadtfeste seien für seine Feldküche bestens geeignet, meint er. „Wenn das erstmal gut angelaufen ist, will ich mein Angebot auch mal variieren, Chili con carne oder was Vegetarisches anbieten – vielleicht auch alles auf einmal: Die Feldküche hat insgesamt drei Töpfe“, erklärt der „Suppen-Prinz“.