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Stadtfest 2018 Bramscher feiern bis tief in die Nacht

Von Matthias Benz | 27.05.2018, 15:01 Uhr

Auf dem Kirchplatz feierten und tanzten die Bramscher am Samstag auf dem Stadtfest bis tief in die Nacht. Zwei starke Bands, das heiße Sommerwetter und die erstklassige Stimmung sorgten für eine Party, die lange in Erinnerung bleiben wird.

Bramsche. Schon weit vor Beginn des Bühnenprogramms hatte sich der Kirchplatz gefüllt. Jan Rathjen begrüßte das Bramscher Publikum und wünschte sich einen unvergesslichen Abend, da es für ihn das letzte Stadtfest in leitender Funktion sei.

Die Bramscher Band C.our.age starteten gleich mit viel Leidenschaft. Die Formation um Sängerin Sylvia Jenssen rockten die Stadtfestbühne und brachten auch die Teile des Publikums, die sich zunächst einen Schattenplatz gesichert hatten, auf Betriebstemperatur. Volker Warskulat (Bass), Dirk Schwan (Schlagzeug), Ralf Gravemann (Keyboard) und Jürgen Mathes (Gitarre) spielten Rockklassiker und viele eigene Songs.

Schon ab dem ersten Ton gab es direkt vor der Bühne auch den ersten Tänzer. Verstärkung bekam dieser im Laufe des C.our.age-Auftritts kaum: Das Bramscher Stadtfestpublikum braucht bekanntlich einige Zeit, um in Tanzstimmung zu kommen. Während einige Füße mitwippten, genossen andere Besucher die letzten Sonnenstrahlen entspannt in den nahen Eiscafés oder an den Getränkeständen.

Lang anhaltender Applaus

C.our.age legte mit „Superstition“ von Stevie Wonder sowie „As good as it gets“ von Beth Hart ein starkes Finale hin, mit dem die Band bewies, dass sie auch die große Bühne beherrscht. Den lang anhaltenden Applaus hatte sich die Bramscher Kombo bei ihrem Abgang redlich verdient.

Im Anschluss legten die Women in Rock los: Sofort wurde das Bramscher Publikum direkt bis an den Bühnenrand beordert, sodass es nun wirklich keinen freien Fleck mehr auf dem Kirchplatz gab. Die fünf Sängerinnen stürmten die Bühne und brachten ihre Zuhörer gleich mit den ersten 80er-Hits zum Tanzen. Mit Selbstbewusstsein und Energie setzte die Band auf tanzbare Popsongs, von Donna Summers „Hot Stuff“ bis Tina Turners „Rolling Down The River“.

Ständig wechselnde Outfits

Während vor der Bühne Gäste jeglichen Alters tanzten, hatten sich die Frauen auf der Bühne ein Rotationssystem überlegt: Während eine Sängerin den Hauptpart übernahm und zwei bis drei weitere für den Backgroundgesang sorgten, konnte sich hinter der Bühne immer eine weitere Woman in Rock auf ihren nächsten Auftritt vorbereiten. Im fliegenden Wechsel präsentierte die Band so nicht nur eine bunte Auswahl an Musikstücken, sondern auch ständig wechselnde, zum jeweiligen Song passende Outfits.

Mit ihren starken Stimmen coverten die Women in Rock durchweg bekannte Pop- und Rockhits, die auch die Zuhörer in den hinteren Reihen gerne mitsangen. An den Instrumenten sorgte die „Radio City Band“ in perfekter Abstimmung mit ihren Frontfrauen für den perfekten Sound.

Mit „Piece of my Heart“ und „Mercedes Benz“ wählte die Band zum Abschluss der ersten Hälfte mit Janis Joplin das typische Vorbild einer starken Frauenstimme. „Wow! Ich bin wirklich begeistert. Man muss einfach mittanzen, diese Frauen sind wirklich super“, freute sich Heike aus Osnabrück schon auf die zweite Hälfte der Show.

Tatsächlich nahm die Women in Rock Revue bis nach Mitternacht nie einen Gang heraus. Ob Gloria Gaynors „I Will Survive“ oder „I Love Rock’n’Roll“ von Joan Jett: Die Band traf den Geschmack des Publikums. Und Songs wie „Lady Marmelade“ passten exakt zum verführerischen Auftritt der Sängerinnen.

Lust auf das Sommerkulturprogramm

„Wir wollten eigentlich nicht so lange bleiben, aber das ist heute eine richtig tolle Party“, meinte ein Ehepaar aus Rieste. Die Partystimmung auf dem fast schon überfüllten Kirchplatz griff am Ende eben auf alle über. Man bekomme bei diesem Wetter und der Musik jetzt schon Lust auf das Sommerkulturprogramm, meinten einige Bramscher.

So unterschiedlich die Besucher auch waren, einen Satz hörte man am Samstagabend besonders häufig: „ Für das Stadtfest kommt man gerne mal wieder nach Bramsche!“