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Schwer verletzt Lkw-Fahrer fährt auf A1 bei Wallenhorst auf Stauende auf

Von Sven Kienscherf, Jörg Sanders und Olga Zudilin | 28.11.2017, 13:57 Uhr

Ein Lkw ist auf der A1 in Höhe der Ausfahrt Osnabrück Nord (Fahrtrichtung Dortmund) auf ein Stauende gefahren. Zwei Menschen wurden verletzt, einer davon schwer.

Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der Unfall gegen 11.22 Uhr. Im Bereich der Anschlussstelle Osnabrück-Nord stockte der Verkehr. Ein 23-jähriger Lkw-Fahrer war in Richtung Münster unterwegs und fuhr auf das Stauende auf. Insgesamt waren vier Lkw an dem Unfall beteiligt.

Vermutlich aus Unachtsamkeit fuhr der 23-jährige Unfallverursacher auf einen vor ihm befindlichen Sattelzug auf, den ein 56-Jähriger fuhr. Ein 63-jähriger Fahrer, der einen Lastwagen hinter dem Unfallverursacher fuhr, bremste zu spät und prallte auf den Lkw des 23-Jährigen auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Lkw des 56-Jährigen auf einen vierten Sattelzug geschoben, an dessen Steuer ein 51-Jähriger saß.

Bei dem Unfall wurde der 63-jährige Fahrer schwer und der 23-jährige Unfallverursacher leicht verletzt. Die beiden anderen Fahrer blieben unverletzt.

Die Bergungsarbeiten dauern immer noch an, bestätigte die Polizei am frühen Abend. Drei Fahrzeuge sind nicht mehr fahrbereit und müssen abgeschleppt werden, zudem entstand an zwei Lkw ein wirtschaftlicher Totalschaden. Nach Polizeiangaben liegt der Schaden bei rund 350.000 Euro.

Das Abschleppen der Sattelzüge sei schwierig: Sie hätten sich derart ineinander verkeilt, sodass das Abschleppunternehmen sie nicht auseinanderbekomme, sagte die Sprecherin. Zudem habe sich die Polizei entschlossen, die Unfallstelle mit dem Phidias-Verfahren aufzunehmen. Bei diesem Verfahren werden Messbilder ausgewertet, um den Unfallhergang zu dokumentieren. Es sei unklar, wann die Unfallstelle wieder freigegeben werden könnte.

Die Fahrbahn in Richtung Münster wurde gesperrt. Der Verkehr wird über die Tangente einspurig an der Unfallstelle vorbei geleitet. Aufgrund dessen kommt es zu Beeinträchtigungen.