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Sächsischer Konkurrent übernommen Duni-Expansion betrifft Standort Bramsche nicht

Von Christian Schaudwet | 04.07.2014, 07:37 Uhr

Die jüngste Expansion des schwedischen Tischdekor-Konzerns Duni in Deutschland hat vorerst keine Auswirkungen auf dessen Werk in Bramsche im Osnabrücker Land. Duni hatte Mitte Juni den sächsischen Servietten- und Dekorhersteller Paper+Design für 63 Millionen Euro gekauft. Die Geschäftsführung der Bramscher Duni GmbH hat die dortige Belegschaft über den Schachzug des Mutterkonzerns in Malmö unterrichtet.

Dem Betriebsratsvorsitzenden Thomas Schellhase zufolge versicherte die Unternehmensleitung fragenden Mitarbeitern in Bramsche, dass der Zukauf von Paper + Design keine Verlagerung von Produktion nach Sachsen oder Personalabbau zur Folge haben werde. Geschäftsführer Ulfert Rott sagte unserer Zeitung, das Motiv der schwedischen Konzernleitung bei der Übernahme sei nicht, Synergien zu heben. Stattdessen: „Die beiden Unternehmen ergänzen sich sehr gut, und es gibt nur eine geringe Überschneidung der Produktpaletten“, sagte Rott. Duni in Bramsche produziert vor allem Papierservietten für Hotels, Gastronomie, Groß- und Lebensmitteleinzelhandel. Paper + Design in Wolkenstein im Erzgebirge beliefert vor allem Schreibwaren-, Geschenke- und Blumenläden sowie den Möbelhandel mit kleineren Packungsgrößen.

Rott will jedoch keine Garantie dafür übernehmen, dass der Konzern langfristig nicht doch mögliche Synergien zwischen den Standorten Bramsche und Wolkenstein in den Blick nimmt. In Bramsche arbeiten bei Duni insgesamt rund 1000 Menschen in Produktion, Vertrieb und Logistik.

Duni erwarb Paper + Design von dem Finanzinvestor Hannover Finanz, an dem die Versicherung Hannover Rück beteiligt ist. Die börsennotierte Duni-Gruppe vertreibt ihre Produkte in über 40 Länder, sie fertigt in Schweden, Deutschland und Polen.

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