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Neue Aufgabe für Sabine Schmidt Ein bekanntes Gesicht leitet nun Bramsches größten Kindergarten

Von Eva Voß | 11.01.2022, 17:33 Uhr

Seit den Anfangstagen des Kindergartens im Mai 1990 arbeitet Sabine Schmidt in der Kita Im Sande in Bramsche. Nun ist sie ganz offiziell neue Leiterin der Einrichtung. Und das, obwohl sie das eigentlich nie geplant hat.

Vor fast 31 Jahren, als Sabine Schmidt ihre Tätigkeit in Bramsche begann, war der Kindergarten Im Sande gerade erst gegründet worden. Eingerichtet wurde er im ehemaligen Gemeindetreff der niederländischen Streitkräfte, die bis Ende der 1980er Jahre in Bramsche stationiert waren . "Das Gebäude wurde entkernt und umgebaut", erinnert sich Sabine Schmidt im Gespräch mit Siri Wolff, pädagogische Geschäftsführerin im Kirchenkreis Bramsche, und Arne Hüttmann, Pastor von St. Johannis Gartenstadt. Inzwischen wurde mehrfach an- und umgebaut, um das Gebäude immer wieder an heutige Standards anzupassen. Weil die Erzieherin so lange dabei ist, begrüßt sie auch immer häufiger Kinder in ihrer Einrichtung, deren Eltern sie schon betreut hat. "Darüber freue ich mich immer sehr."

Erste Ganztags- und Krippengruppe in Bramsche

Auch der Arbeitsalltag unterschied sich vor 30 Jahren gravierend von dem heutigen. "Wir sind mit vier Gruppen gestartet, die Betreuungszeit war von 8 bis 12 Uhr und die Gruppen waren noch sehr in sich geschlossen", erklärt Sabine Schmidt. Heute gebe es sechs Gruppen für Kinder zwischen einem und sechs Jahren, die zwischen 7.30 und 17 Uhr betreut werden können. "Wir waren die erste Einrichtung in Bramsche mit einer Ganztagsgruppe und hier ist auch die erste Krippengruppe für unter Dreijährige Kinder entstanden", fügt sie nicht ganz ohne Stolz hinzu. Darüber hinaus arbeitet die Kita inzwischen integrativ, betreut also auch Kinder mit Förderbedarf. Von Anfang an seien die erweiterten Öffnungszeiten und auch die Krippengruppe bei den Eltern stark nachgefragt gewesen.

"In die Aufgabe hinein gerutscht"

In all den Jahren hat Sabine Schmidt als Stellvertreterin ihre jeweilige Chefin unterstützt, hatte gleichzeitig aber immer noch Zeit für "ihre" Kinder in der Gruppe. "Dass ich einmal die Leitung selbst übernehme, habe ich so nie geplant", sagt die Erzieherin, doch mit der Erkrankung ihrer Vorgängerin Sigrid Noffz vor drei Jahren sei sie "in diese Aufgabe so hineingerutscht". Am Anfang sei das eine echte Herausforderung für sie gewesen, doch mit Unterstützung ihres Teams, der Kirchengemeinde und auch der Verwaltung im Kirchenkreisamt sei ihr der Einstieg geglückt.

"Als es dann wirklich gut lief und wir mit der Neugestaltung des Spielplatzes eine echte Gemeinschaft hier in der Gartenstadt geschaffen hatten , hat Corona leider alles wieder zum Erliegen gebracht", bedauert Sabine Schmidt. Deshalb hofft sie, schon bald ihre Einrichtung wieder zu einem offenen Haus machen zu können, insbesondere Transparenz und Vernetzung mit anderen Institutionen wie der Grundschule im Sande, der Kirchengemeinde, der Stadt, Frühförderstellen oder auch den anderen Kindertagesstätten im Kirchenkreis Bramsche seien ihr sehr wichtig.