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Rock und Pop in der Kirche „5 x anders“-Gottesdienst in Bramsche mit Musik

Von Holger Schulze | 13.06.2016, 17:00 Uhr

Mit „Rock und Pop“ verabschiedete sich der „5 x anders“-Gottesdienst 2015/2016“ am Sonntagabend in der St. Johanniskirche Bramsche in die Sommerpause.

Rune Schohaus, Torben Kolkmann und Janik Schwan von der Ten Sing Band waren für die titelgebende Musik zuständig. Wie sonst auch hatten Grit Beimdiek, Evelyn Kolfen, Christoph Wolke, Brigitte Janßen und Cornelia Habacker mit den beiden Pastoren diesen etwas anderen Gottesdienst vorbereitet. Mit Musik sollten fünf Jahre „5 x anders“ gefeiert werden. Anders in der Form, anders auch von den Themen her und mit einer anderen Musik versehen, es ist die Vielfalt, die diese Gottesdienstreihe ausmacht.

„Lasst uns Gott feiern und uns darüber freuen, dass wir diese Vielfalt genießen dürfen“ begrüßte Grit Beimdiek die Gemeindemitglieder. Die Vorstellung von Liedern war nach der Eröffnung des Gottesdienstes eine von zwei Schwerpunkten an diesem Abend. Christoph Wolke hatte hierfür einen Hit aus seiner Jugend ausgewählt: „Rivers of Babylon“ von Boney M., bei dem es um Vertreibung ging. „Nicht von dieser Welt“, ein Titel von Xavier Naidoo, war die Wahl von Pastor Arne Hüttmann. „Eine Liebeserklärung, bei der wir damals dachten, Mensch, was für eine romantische Erklärung und alle haben wir mitgesungen“, erinnerte er sich an die Zeit, in der dieser Titel aktuell auf dem Musikmarkt erschien. Erst später war Arne Hüttmann klar geworden, dass diese Liebeserklärung nicht einer Frau galt, sondern für Gott geschrieben worden war.

Ein Gebet, das Kraft gibt

Sein Kollege Markus Unterderweide stellte „Living on a prayer“ von Bon Jovi vor. Dessen Inhalt: Ein junger Mann, arbeitslos und ohne Perspektive. Seine Freundin hatte Arbeit und teilte das Wenige, was sie hatte, gerne. Soziale Kälte aus der Außenwelt gehörte zu den gemeinsamen Erfahrungen der beiden Liebenden. „Sie haben nur sich und ein Gebet, das ihnen Kraft zur Hoffnung, zum Durchhalten gibt. Beten hilft, weil Gott hilft. Von einem Gebet leben“, das war die Botschaft, die Markus Unterderweide diesen Titel hatte auswählen lassen,

Cornelia Habacker steuerte „The cross“ von Prince zum Gottesdienst bei. Ein Aufruf zum „Stirb nicht, bevor du das Kreuz kennst“ verbunden mit der Verheißung, dass Er kommen würde. „Das Kreuz als Kern des Evangeliums, an dem Christus durch die Auferstehung das Trennende zu Gott weggenommen hat“, war für Cornelia Habacker das Auswahlkriterium..

Meditative Gedanken über die Musik

In der zum „5 x anders“-Gottesdienst gehörenden Meditation machte sich Evelyn Kolfen zunächst allgemeine Gedanken über die Musik und kam hierbei zu dem Schluss: „Musik tut uns einfach gut, weil sie nicht an der Oberfläche bleibt, sondern unter die Haut geht. Sie gibt unseren Gefühlen einen Ausdruck und hilft uns, Gefühle zu zeigen. Oftmals gestalten wird unser Leben und auch das zu Gott oberflächlich und unverbindlich. Zurück bleiben dann Leere und Einsamkeit“.

„In den Psalmen von David lässt dieser uns Anteil nehmen an seiner Freundschaft mit Gott. Er bekennt seine Sünden und bittet Gott um Hilfe in der Not. Er lobt und preist ihn“, so Evelyn Kolfen weiter ausführend. „Öffnen wir unser Herz, dann wird unsere Gottesbeziehung unter die Haut und mitten ins Herz gehen. Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht“.

Blumen im Taufbecken, Steine am Altar

Nach dieser Meditation erhielten die Gläubigen Gelegenheit, Blumen im Taufbecken als Dank an Gott, Steine am Altar mit der Bitte um Befreiung von einer Last sowie Kerzen für die Wünsche an Gott abzulegen.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde das Jubiläum noch recht irdisch mit einer Bratwurst vom Grill begangen.

Fortgesetzt wird die „5 x anders“-Reihe dann am 11. September wieder ab 19 Uhr mit dem Thema „Glauben im Alltag“.