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Stadt warnt vor Raupen Eichenprozessionsspinner in Bramsche gesichtet

Von Eva Voß, PM und Corinna Berghahn | 08.06.2018, 16:45 Uhr

Raupen des Eichenprozessionsspinners sind in Bramsche gesichtet worden. Die Stadt bittet darum, befallene Bäume zu melden.

Seit vergangenen Mittwoch sind bei der Stadt Bramsche 14 Meldungen (Stand: 8. Juni 2018) über Sichtungen von Raupen der Schmetterlingsart Eichenprozessionsspinner eingegangen. "Unter anderem im Ortsteil Ueffeln in den Straßen Am Wiemelsberg und Dorfstraße sowie an der Riester Straße in Sögeln und der Sögelner Straße in Hesepe", sagt Matthias Hintz von der Stadt Bramsche.

Eichenprozessionsspinner ist gefährlich

Der Eichenprozessionsspinner macht seinem Namen alle Ehre: Die Raupen mögen am liebsten das frische Laub der Eichen, deren Stämme sie meist zu Hunderten bevölkern und deren Baumkronen sie in einer Prozession erreichen. Doch die Insekten können nicht nur betroffenen Bäumen schaden, sondern auch bei Menschen stark juckende, entzündliche Hautreaktionen, Atemnot oder auch einen allergischen Schock hervorrufen. "Der Juckeffekt ist ähnlich dem der Brennnessel, nur viel stärker ausgeprägt", schreibt die Stadt Bramsche in einer Pressemitteilung. Insbesondere Kinder seien gefährdet, weil ihre Atemwege schneller verengen und dies zu Atemnot führen könne. Ausgelöst wird der starke Juckreiz durch Hautkontakt mit den Brennhaaren der Raupen, die sogar durch Wind verbreitet werden können und unter trockenen Bedingungen bis zu zwölf Jahre in der Natur wirksam bleiben.

Wetter sorgt für starke Vermehrung

"In diesem Jahr haben wir es im Landkreis Osnabrück witterungsbedingt mit einem ungewöhnlich heftigen Befall zu tun", sagte Landkreis-Sprecher Burkhard Riepenhoff unserer Redaktion in dieser Woche. Für öffentliche Bäume und Flächen ist in der Regel die jeweilige Gemeinde oder Stadt zuständig. Sie kann Absperrungen einrichten, Warnhinweise aufstellen oder eine Fachfirma mit der Beseitigung der Raupen beauftragen. "Sind Bäume in Privatgärten betroffen, müssen wir darauf hoffen, dass sich die Eigentümer selbst melden", sagt Matthias Hintz, denn eine gesetzliche Meldepflicht für die Raupen des Eichenprozessionsspinners gebe es bisher nicht. Er hofft, dass sich das im nächsten Jahr ändert. Eigentümer seien allerdings dazu verpflichtet, dafür zu sorgen, "dass von seinem Baum keine Gefahren für Dritte ausgehen", schreibt die Stadt in der Pressemitteilung weiter.

Betroffene Bäume melden

Die Stadt Bramsche bittet daher darum, verdächtige Bäume unter der Telefonnummer 05461/83131 zu melden. Außerhalb der Öffnungszeiten der Bramscher Stadtverwaltung können Bäume per E-Mail an Matthias Hintz (matthias.hintz@stadt-bramsche.de) gemeldet werden.