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„Pulp Funktion“ und „Razzmataz“ In der Alten Webschule in Bramsche „funkte“ es aus allen Löchern

Von Sascha Knapek | 18.09.2011, 13:32 Uhr

Unter dem Motto „Die Webschule funkt auf“ beherbergte die Alte Webschule am Samstagabend mit „Pulp Funktion“ und „Razzmataz“ zwei regionale Nachwuchs-Bands, die sich den Funk auf die Fahnen geschrieben haben. Die Ergebnisse der Auftritte waren ausgelassene Partystimmung und funkiger Groove mit hoher Ansteckungsgefahr.

Den Anfang der funkigen Abendunterhaltung machte die neunköpfige Formation „Pulp Funktion“ aus Osnabrück. Die vor allem instrumental sehr versierte Band spielte blechbläserlastigen Funk und verbreitete in der Webschule ab den ersten Takten Partystimmung. Wohin die Reise bei jedem Song gehen sollte, gaben Berthold Brauer (Trompete), Clemens Trost (Tenorsaxofon), Stefan Bruns (Posaune) und Mattis Balks (Altsaxofon) vor.

Ihr energiegeladener und punktgenauer Bläsersound ging durch Mark und Bein und wurde durch Gitarrist Manuel Brandenburg, Keyboarder Minh Destens, Bassist Frederik Marahrens und Sängerin Lena Bethke perfekt unterstützt. Die Musik von „Pulp Funktion“ erinnerte dabei streckenweise sehr positiv an die Genre-Institution „Jamiroquai“, und sogar Balladen wie Marvin Gayes „Let’s Get It On“ fügten sich problemlos in den großartigen Groove der neun Osnabrücker.

Nachdem die Gewinner des diesjährigen Schülerbandfestivals „Schools On Rock“ die Bühne verlassen hatten, betrat das Bramscher Sextett „Razzmataz“ die Bretter der Webschule. Die Lokalmatadore, die in der Greselius-Big Band zueinanderfanden, übernahmen das durchgetretene Gaspedal genau dort, wo „Pulp Funktion“ es zurückgelassen hatten, und waren von der ersten Sekunde an auf Betriebstemperatur.

Simon Volmer (Gitarre), Daniel Meier (Bass), Lukas Depenthal (Schlagzeug), Jan Schepmann (Trompete), Lennart Christian (Gesang) und Lukas Lehmeyer (Posaune, Gesang) waren gekommen, um ihre Hörerschaft mit viel Energie und farbenfrohem Funk zu begeistern. Es gelang ihnen auf ganzer Linie.

Die Versatzstücke, die bei „Pulp Funktion“ noch Soul und R ’n’ B hießen, gingen bei „Razzmataz“ in zwei ganz andere Richtungen. Der Sound der sechs Hasestädter beinhaltete dreckigen Rock ’n’ Roll mit Crossover-Elementen, die nötige Portion Brass und wilden Ska – genau die richtige Mischung, um das Publikum auch zur etwas späteren Stunde noch zahlreich vor sich auf der Tanzfläche zu versammeln.

Ihre Eigenkompositionen kamen bei den tanzfreudigen Zuschauern dabei mindestens ebenso gut an wie die originellen Adaptionen von Klassikern wie „Stand By Me“ (Ben E. King). Diese bekannteren Coversongs erkannte man zwar wieder, aber es war die eigene Handschrift von „Razzmataz“, die einen an diesem Abend mitriss.