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Projekt erneut gestartet 39 Schüler lernen die Bramscher Politik kennen

Von Björn Dieckmann | 29.01.2014, 18:43 Uhr

Es ist ein bloßer Zufall, doch er passt haargenau: Der Bramscher Stadtrat hat 39 Abgeordnete, und ebenso viele Teilnehmer haben sich für die neue Runde in dem Projekt „Schüler in die Kommunalpolitik“ angemeldet. Bei einem Treffen im Sitzungssaal des Rathauses wurden die Jugendlichen von den drei weiterführenden Schulen mit dem Programm vertraut gemacht, das sie in den kommenden Monaten erwartet.

Und dieses Programm, es ist pickepackevoll: Denn schließlich befasst sich der Stadtrat schon am 6. Februar mit der Verabschiedung des Haushalts . „Eine große und anstrengende Sitzung wird das“, kündigte Bürgermeisterin Liesel Höltermann den Schülern bereits an. Die Stadt, so erklärte sie, bewege immerhin ein Finanzvolumen von rund 40 Millionen Euro.

Worum es beim städtischen Etat genau geht, das lernen die Schüler bei einem vorbereitenden Treffen und einer Nachbesprechung, einige werden auch an der Sitzung selbst teilnehmen. Bei weiteren Terminen geht es darum, wie man überhaupt in den Rat kommt, wie Ausschüsse und Fachbereiche der Verwaltung arbeiten, was die Abgeordneten leisten oder welche Einflussmöglichkeiten die Bürger haben.

Spannend wird es dann sicherlich, wenn die Teilnehmer selbst zu einer Ratssitzung zusammenkommen und über einen eigenen Etat abstimmen können. Die Gruppe des letzten Jahres hatte sich für einen Grillplatz am Hasesee entschieden, der nun – nach einigem Hin und Her in der „echten“ Politik – auch kommen soll .

Neu ist in diesem Jahr, dass die Schüler wählen können, ob sie „nur“ zu den AG-Terminen gehen oder auch die Politiker in die Rats- und Ausschuss-Sitzungen begleiten. „Es hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass für manchen das Programm im Laufe der Zeit doch etwas zu umfangreich wurde. Deshalb wollten wir Alternativen anbieten“, erklärte Judith Wagner, die das Projekt für die Stadt betreut. Vonseiten der Schulen ist Antje Gortmann die Koordinatorin.

Bürgermeisterin Liesel Höltermann sprach beim ersten Treffen den Wunsch aus, „dass einige von euch später tatsächlich den Weg in die Kommunalpolitik finden.“ Der Anteil junger Menschen sei in den Räten „leider sehr gering“. Die stattliche Teilnehmerzahl bei „Schüler in die Kommunalpolitik“ zeige ihr aber immerhin, „dass die viel zitierte Politikverdrossenheit zumindest in Bramsche nicht so zu spüren ist“.