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Pente siegt bei Ortsteilrennen Im Papierboot über den Bramscher Hasesee: Die Palme schwimmt, das Auto nicht

Von Holger Schulze | 22.07.2012, 17:49 Uhr

Es war ein furioser Renntag auf dem Bramscher Hasesee: In Kanus und Papierbooten wurde um die Wette gefahren. Nicht alle Starter kamen trockenen Fußes wieder am Ufer an.

Seinen Charme sowie seine Qualitäten als Veranstaltungsort hat der Hasesee den ganzen Samstag über unter Beweis gestellt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „WasserStoff – Bramscher Rot und Hasesee“ des Stadtmarketings lockte die Flutmulde zahlreiche Besucher an ihre Ufer. Dreikampf, Kanurennen, Papierbootregatta und mehr: Ein attraktives Programm bot Aktiven und Zuschauern viel Abwechslung, Unterhaltung und Spaß.

„Wir sind ausgesprochen zufrieden mit der Resonanz. Der See wurde als Veranstaltungsort gut angenommen. Falls gewünscht, werden wir hier weitermachen“, bilanzierte am Ende des Tages Klaus Sandhaus für das Stadtmarketing.

 Nach dem sportlichen Dreikampf am Vormittag ruhte der Hasesee still, aber damit war es am Nachmittag schnell wieder vorbei. Das Geschehen auf, unter und neben der Wasseroberfläche wurde von einem Programm mit Papierbootregatta, einem Kanurennen der Ortsteile, einem Kanu-Sprintrennen, einem „Markt der Möglichkeiten“ und weiteren Mitmachaktionen bestimmt.

Mannschaften aus Ueffeln, Engter, Evinghausen, Bramsche, Pente, Lappenstuhl, Sögeln, Schleptrup und Balkum stellten jeweils vierköpfige Besatzungen, um anlässlich der Gebietsreform vor 40 Jahren einen Vergleich zwischen den Bramscher Ortsteilen auszutragen. Die Besatzung des Bootes „Bramsche Mitte“, die im Auftrag von Ortsbürgermeister Peter Remme die Paddel schwang, wies sogar eine internationale Mannschaft auf: Pastor Holger Niehausmeier von den Baptisten lenkte mit drei Texanern das Schiff durch die Wellen des Hasesees. Am Ende des Wettbewerbs hatten jedoch die Ortsratsmitglieder von Pente im Finale gegen Evinghausen die kräftigsten Arme und den Bug als Erste über der Ziellinie.

Viel zu sehen gab es bei den schwimmenden Objekten der Papierbootregatta, die die Stadtjugendpflege gemeinsam mit dem Stadtjugendring organisiert hatte. Eine Südseeinsel, zwei schnittige Rennboote, die solide Florentine der Jugendfeuerwehr, der schwimmende Kleinwagen, das rosa Schweinchen der Jugendpflege sowie ein Hausboot machten sich – ausschließlich von paddelnden Füßen angetrieben – auf die 60 Meter lange Regattastrecke.

Die Schönheit der Boote, ihre Schwimmfähigkeit sowie die Mannschaftsleistung insgesamt wurden von einer Jury bewertet. Am Ende siegte der weiße Rennschlitten der Familie Seeba, deren Mitglieder somit bei allen Papierbootregatten stets mit im Siegerteam saßen.

Hätte es einen Preis für Heiterkeit gegeben, wäre er wahrscheinlich an das schwimmende Auto des Radsportvereins (RSV) gegangen. Nicht einmal nach der Hälfte der Strecke ging die „Miss RSV“ in den Fluten unter.

Geschwindigkeit und Seetauglichkeit waren beim dritten Teil der nachmittäglichen Sportaktivitäten gewährleistet. Unter der Regie der Abteilung Kanurennsport des TuS Bramsche sprinteten acht junge Athleten quer durch den Hasesee, wobei in jeder Runde der Letzte ausschied. Hier siegte Kai Eggemann vor seinem Bruder Jan und Malte Kalter.

All diese Elemente trugen zur „positiven Atmosphäre mit Wettkampfgefühl“ bei, die nicht nur bei Maria Johanning „einen Hauch von Olympia“ hinterlassen haben dürfte.